Wismar

Oberbürgermeisterwahl in Neubrandenburg: Kandidaten im Duell um die Zukunft!

Am 1. April 2025 fand im Rathaus von Neubrandenburg ein Wahlforum für die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl statt, die am 11. Mai 2025 stattfinden wird. An diesem Forum nahmen mehrere Kandidaten teil: Frank Benischke von der CDU, Nico Klose, der grüne Kandidat und Mitglied der SPD, Jens Kreutzer von BSW sowie Olaf Schümann von der WerteUnion. Der Fokus der Diskussion lag auf der Frage, wie die Stadt für junge Familien attraktiver gestaltet werden kann. Hierzu wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, darunter der Ausbau von bezahlbarem Wohnraum, die Bereitstellung von Kultur- und Sportangeboten sowie die Schaffung sicherer Arbeitsplätze.

Ein zentrales Thema unter den Teilnehmern war die Notwendigkeit von Neuansiedlungen, um die steuerliche Stärke Neubrandenburgs zu erhöhen. Während Klose betonte, dass die Stadt für große Firmen derzeit wenig attraktiv sei und der Fokus stärker auf der Pflege bestehender Unternehmen liegen sollte, argumentierte Benischke, dass ohne Neuansiedlungen die Stadt weiterhin an Bedeutung verlieren würde. Jens Kreutzer lobte als Vertreter von BSW die aktuelle Schulsituation, wobei er von den anderen Kandidaten keine Widersprüche erhielt.

Gesundheit und Familienförderung im Fokus

Im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung äußerte Kreutzer, dass zwar statistisch ausreichend Ärzte verfügbar seien, jedoch ein Mangel an bestimmten Fachärzten, wie beispielsweise Hautärzten, herrsche. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, schlug er die Anwerbung von Absolventen des Landarzt-Programms vor. Olaf Schümann legte weiteren Wert auf die Schaffung eines Ärztezentrums, das Teilzeitarbeit ermöglicht und gleichzeitig attraktiven Wohnraum bieten soll.

Ein besonders interessantes Konzept brachte Schümann in Bezug auf die Familienförderung ein: Er plant die Einführung eines Baby-Bonus von 150 Euro sowie verschiedene Rabatte für junge Familien. Zudem versprach er, 1000 Euro seines Gehaltes für lokale Vereine zur Verfügung zu stellen. Diese Ansätze zeigen den Fokus der Kandidaten auf die Unterstützung von Familien in Neubrandenburg.

Herausforderungen und langfristige Pläne

Die Stadt Neubrandenburg steht ständig vor Herausforderungen, insbesondere was den Wohnungsbau betrifft. Neuwoba-Vorstandssprecher René Gansewig wies darauf hin, dass es wichtig sei, verlässliche Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre zu schaffen. Im Rahmen der Bundestagswahl in diesem Jahr, die als „Superwahljahr“ bezeichnet wird, hofft Gansewig auf eine verbesserte Stabilität und angeregte Bauaktivitäten. Trotz der bundesweiten Bestrebungen, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu errichten, erweist sich die Planung in Neubrandenburg jedoch als langwierig – mit einer Dauer von fünf bis acht Jahren.

Aktuell plant Neuwoba, in der Oststadt von Neubrandenburg 98 neue Wohnungen zu bauen. Die Leerstandsquote der Genossenschaft liegt bei 1,5 bis 2 Prozent, was durch die Aufnahme von 350 ukrainischen Geflüchteten gesenkt werden konnte. Darüber hinaus betont Gansewig die Notwendigkeit, die Altersstruktur und Einkommensverhältnisse der Bevölkerung in den neuen Bauprojekten zu berücksichtigen.

Der amtierende Oberbürgermeister Silvio Witt, der aufgrund persönlicher Anfeindungen seinen Rücktritt angekündigt hatte, verlässt das Amt am 31. Mai 2025. Dies schafft Raum für einen neuen Impuls, den die oben genannten Kandidaten anstreben. Die nächsten Gelegenheiten für die Wählergebiets sind bereits terminiert: Der nächste Teil des Wahlforums findet am 11. Mai 2025 statt, während die Bewerbungsfrist für die Kandidaten bereits am 25. Februar endete.

Insgesamt zeigt sich, dass die Kandidaten eine breite Palette von Vorschlägen unterbreiten, um Neubrandenburg als Wohnort attraktiver zu machen. Eine anhaltende Debatte über die richtige Herangehensweise an Wohnungspolitik und Wirtschaft kann das Bild der Stadt in den kommenden Jahren prägen. Für viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt bleibt abzuwarten, welchen Kurs das neue Oberhaupt einschlagen wird.

Wie die verschiedenen Kandidaten die Belange der Neubrandenburger in den Vordergrund stellen wollen, darüber berichtet Ostsee-Zeitung. Weitere Einblicke findet man bei Nordkurier und NDR.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ostsee-zeitung.de
Weitere Infos
nordkurier.de
Mehr dazu
ndr.de

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