Stralsund

Neue EU-Richtlinien: Strengere Grenzwerte für Luftqualität ab 2030!

Am 1. April 2025 hat die Messstation Stralsund-Knieperdamm aktuelle Daten zur Luftqualität in Stralsund erfasst. Die Werte für Feinstaub-Partikel (PM10) in der Luft werden dokumentiert, wobei der Grenzwert für PM10 bei 50 Partikeln pro Kubikmeter Luft liegt. Laut ostsee-zeitung.de darf dieser Grenzwert jährlich maximal 35 Mal überschritten werden. Die Luftqualität wird anhand dreier Werte gemessen: Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon.

Die Grenzwerte sind wie folgt definiert: Ein als sehr schlecht bewerteter Stand weist einen Stickstoffdioxidwert von über 200 μg/m³, Feinstaub über 100 μg/m³ und Ozon über 240 μg/m³ auf. Bei schlechter Qualität liegen die Werte zwischen 101-200 μg/m³ für Stickstoffdioxid, 51-100 μg/m³ für Feinstaub und 181-240 μg/m³ für Ozon. Mäßige Luftqualität zeichnet sich durch Werte von 41-100 μg/m³ für Stickstoffdioxid, 35-50 μg/m³ für Feinstaub und 121-180 μg/m³ für Ozon aus.

Anforderungen und Empfehlungen

Messungen erfolgen stündlich für Stickstoffdioxid und Ozon sowie stündlich gleitend für Feinstaub. In der Europäischen Union führen schlechte Luftqualitätswerte zu etwa 240.000 vorzeitigen Todesfällen jährlich durch Feinstaub. Entsprechend den offiziellen Empfehlungen sollten bei sehr schlechter Luftqualität empfindliche Personen Aktivitäten im Freien vermeiden, während bei schlechter Luft qualitative Anstrengungen reduziert werden sollten. Bei mäßiger Luft sind kurzfristige gesundheitliche Auswirkungen unwahrscheinlich, jedoch sollten empfindliche Gruppen vorsichtig sein. Eine gute Luftqualität verspricht keine gesundheitlichen nachteiligen Wirkungen, während sehr gute Bedingungen die besten Voraussetzungen für Aktivitäten im Freien bieten.

Ein bedeutender Faktor für die Feinstaubbelastung ist das Silvesterfeuerwerk, das jährlich etwa 2050 Tonnen Feinstaub freisetzt, wovon 75 %, also etwa 1500 Tonnen, in der Silvesternacht freigesetzt werden. Der Feinstaub verursacht durch Feuerwerkskörper kann gesundheitsschädlich sein, vor allem unter ungünstigen Wetterbedingungen nach Mitternacht.

Neue EU-Richtlinien für Luftqualität

In einem breiteren Kontext hat die EU-Kommission neue Luftqualitätsrichtlinien vorgeschlagen, die auf den WHO-Richtwerten von 2021 basieren. Der aktuelle Stand der Grenzwerte geht auf eine Festlegung aus vor über 20 Jahren zurück und entspricht nicht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über Luftverschmutzung. Diese schärferen Grenzwerte sollen ab 2030 in Kraft treten, nachdem eine Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und der Ratspräsidentschaft am 20. Februar 2024 erzielt wurde, wie umweltbundesamt.de berichtet.

Die neuen Richtlinien haben das Ziel, eine schadstofffreie Umwelt bis 2050 zu erreichen. Ein wichtiger Aspekt ist, dass der Gesetzestext keine Frist für die Erreichung der WHO-Richtwerte enthält, was die Einhaltung erschweren könnte. Die Vorschläge wurden im Europaparlament und im Rat der EU gründlich diskutiert und am 14. Oktober 2024 schließlich angenommen und am 20. November 2024 im Amtsblatt veröffentlicht, wie umweltbundesamt.de hinweist.

Zusätzliche Maßnahmen zur Luftreinhaltung und Luftqualitätsüberwachung sind in Deutschland dringend erforderlich, um die Luftschadstoffbelastung zu reduzieren und die WHO-Richtwerte möglichst schnell einzuhalten. Die Bevölkerung in Europa ist bereits unterschiedlich von Luftschadstoffen betroffen, wobei besonders vulnerable und ökonomisch benachteiligte Gruppen überdurchschnittlich leiden.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ostsee-zeitung.de
Weitere Infos
umweltbundesamt.de
Mehr dazu
umweltbundesamt.de

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