Stralsund

Restaurierung des Lambert-Steinwich-Denkmals: Rückkehr verzögert sich!

Das Denkmal des ehemaligen Stralsunder Bürgermeisters Lambert Steinwich, welches eine wichtige historische Figur für die Stadt darstellt, wird derzeit gründlich restauriert. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, wurde die Bronzeskulptur nach Berlin transportiert, um dort überarbeitet zu werden. Die Rückkehr des Denkmals, das an den Stadtoberhaupt erinnert, das Stralsund während der Belagerung 1628 führte, verzögert sich jedoch über das ursprünglich geplante Jahresende hinaus.

Bei der Restaurierung arbeitet ein Team unter der Leitung von Restaurator Bernd Helmich. Bis zu zehn Mitarbeiter sind in der Werkstatt beschäftigt, um die über 120 Jahre alten Gips-, Kalk- und Rußablagerungen zu entfernen, die sich gefährlich auf die Bronze ausgewirkt haben. Diese Ablagerungen haben mit Feuchtigkeit reagiert und die Skulptur somit bedroht. Die Reinigung erfolgt äußerst behutsam mit Skalpell, um die empfindliche Substanz nicht zu beschädigen.

Restaurierungsdetails

Für die Restaurierung wurden insgesamt 23.500 Euro aufgewendet, wobei auf eine Beschichtung der Skulptur verzichtet wurde, um die ursprüngliche Ästhetik zu bewahren. Die Schrifttafel des Denkmals, ebenfalls Teil des Projektes, wurde ebenfalls gereinigt. Ursprünglich wurde die Skulptur von Bildhauer Wilhelm Jacobi im Jahr 1904 auf dem Alten Markt aufgestellt, bevor sie 1938 an ihren jetzigen Standort am Wulflamufer versetzt wurde.

Besonders tragisch war der Vorfall im Jahr 1944, als die 2,70 Meter hohe Bronzefigur durch eine Fliegerbombe vom Sockel stürzte und kopfüber im Erdreich steckte. Die Statue steht mittlerweile aufgrund ihres eigenen Gewichtes und des Fugenmaterials wieder auf dem Sockel und blickt auf den Frankenteich in Richtung Altstadt.

Denkmalschutz und zukünftige Maßnahmen

Die Restaurierung des Denkmals geschieht im Rahmen der weitreichenden Bestrebungen im Denkmalschutz. Nach der Denkmalschutzgesetzgebung von Mecklenburg-Vorpommern ist die untere Denkmalschutzbehörde dafür zuständig, den Schutz und die Erhaltung bedeutender Bauwerke zu gewährleisten. Sie berät sowie informiert in Fragen des Denkmalschutzes und führt die Denkmalliste.

Die Förderung von Maßnahmen an Denkmalen steht in begrenztem Umfang zur Verfügung und unterstützt Bauherren im laufenden Kalenderjahr. Für die Antragstellung auf finanzielle Beihilfen ist eine vorherige Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde erforderlich. Anträge müssen bis zum 31. Oktober des jeweiligen Jahres eingereicht werden.

Es bleibt abzuwarten, wann die frisch restaurierte Skulptur feierlich auf ihren Sockel zurückkehrt und erneut über die Stadt wacht. Die Vorfreude auf diese Rückkehr ist groß, denn sie symbolisiert nicht nur die Geschichte Stralsunds, sondern auch die wertvolle Arbeit der Denkmalschützer und Restauratoren.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ostsee-zeitung.de
Weitere Infos
stralsund.de
Mehr dazu
stralsund.de

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