Kita Spielhaus in Boizenburg schließt nach 76 Jahren – ein Abschied!

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Die traditionsreiche Kita „Spielhaus“ in Boizenburg schließt nach 76 Jahren wegen sinkender Anmeldungen und Sanierungsbedarf.

Die traditionsreiche Kita „Spielhaus“ in Boizenburg schließt nach 76 Jahren wegen sinkender Anmeldungen und Sanierungsbedarf.
Die traditionsreiche Kita „Spielhaus“ in Boizenburg schließt nach 76 Jahren wegen sinkender Anmeldungen und Sanierungsbedarf.

Kita Spielhaus in Boizenburg schließt nach 76 Jahren – ein Abschied!

Die Kita „Spielhaus“ in Boizenburg, die über ein dreiviertel Jahrhundert lang eine feste Institution in der Region war, schließt ihre Türen am 31. August 2025. Nach 76 Jahren, in denen sie als Elbewerft-Kindergarten begann und später unter die Obhut des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fiel, geht nun ein Kapitel zu Ende. Die Leitung unter Carolina Gumz, die seit 2009 das Sagen hat und selbst als Kind die Kita besuchte, blickt mit gemischten Gefühlen auf diese Zeit zurück. Das Team und die Eltern sind traurig über die bevorstehende Schließung. Laut dem Nordkurier haben sich in dieser Zeit rund 1.520 Kinder auf den Weg in die Schule begeben.

Die Entscheidung zur Schließung begründet sich neben den sinkenden Anmeldezahlen auch durch den stark sanierungsbedürftigen Zustand des Gebäudes. Der DRK Kreisverband Ludwigslust beobachtete die Situation genau: Von 47 möglichen Betreuungsplätzen sind derzeit nur 33 belegt, mit einer fallenden Tendenz. Bürgermeister Rico Reichelt äußert sein Bedauern und würdigt die Kita als besonderen Ort. Er zeigt Verständnis für die notwendig gewordene Entscheidung, die nicht leicht gefallen ist, wie drk-lwl berichtet.

Für die anstehenden Veränderungen werden betroffene Familien zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten angeboten. Alternativen zu den bisherigen Betreuungsangeboten werden gesucht, und das Team der Kita wird weiter beschäftigt, viele von ihnen folgen der DRK. Am letzten Freitag wurde mit einer großen Abschiedsparty mit Kindern, Eltern und ehemaligen Betreuern das Ende gefeiert, auch wenn die Situation emotional belastend war.

Zukünftige Herausforderungen

Die Schließung der Kita ist nicht nur ein weiteres Beispiel für lokale Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung – sie wirft auch Fragen zur Qualität und Zukunft dieser Einrichtungen auf. Laut einer Studie über schlagende Veränderungen in der frühkindlichen Bildung, wie sie auf fruehe-chancen dargelegt wurde, ist die Zusammenarbeit mit Familien entscheidend, um den Bildungsauftrag zu erfüllen und individuelle Anforderungen zu berücksichtigen. Fehlt es an einer kontinuierlichen Betreuung, haben vor allem Kinder aus Risikogruppen oft nicht die gleichen Chancen auf eine gute Entwicklung.

Dennoch ist es für alle Beteiligten wichtig, dass die Infrastruktur der Kitas erhalten bleibt, um künftig den Familien in der Region ein angemessenes Betreuungsangebot bieten zu können. In der Schließung der Kita „Spielhaus“ zeigt sich ein komplexes Bild, in dem sowohl die Herausforderungen als auch die Möglichkeiten zukunftsorientierter Entscheidungen betrachtet werden müssen. Während Carolina Gumz sich darauf vorbereitet, in etwa zweieinhalb Jahren in den Ruhestand zu gehen, wird ihr Engagement in der Kita weiterhin eine positive Erinnerung begleiten.