Anklam plant 76 Millionen Euro für Bildung und Feuerwehr!
Anklam plant millionenschwere Investitionen in Großprojekte wie Schulcampus und Feuerwehr. Dringlichkeit betont, Finanzierung unsicher.

Anklam plant 76 Millionen Euro für Bildung und Feuerwehr!
Die Stadt Anklam steht vor bedeutenden Investitionen, die das Erscheinungsbild und die Infrastruktur der Gemeinde nachhaltig prägen sollen. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die Stadtvertretung sich für drei Großprojekte ausgesprochen hat, die zusammen eine Summe von rund 76 Millionen Euro an Investitionen umfassen. Diese Projekte sind notwendig, um die anhaltend angespannte finanzielle Lage der Stadt zu bewältigen, wie der Nordkurier berichtet.
Ein großes Augenmerk liegt auf dem Neubau einer Feuerwehrzentrale. Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf etwa 16,4 Millionen Euro, mit einer geplanten Fertigstellung bis 2028. Gleichzeitig wird ein neuer Schulcampus im Stadtzentrum errichtet, dessen Kosten auf rund 50 Millionen Euro geschätzt werden. Dieser soll Platz für Grundschüler und die Gesamtschule Friedrich Schiller bieten und wird für das Schuljahr 2031/32 mit etwa 720 Schülern gerechnet. Die stellvertretende Bürgermeisterin hat die Dringlichkeit dieser Projekte hervorgehoben, insbesondere weil Förderschulen aufgelöst werden.
Der „Anklamer Dreiklang“
Die drei Bauvorhaben sind als „Anklamer Dreiklang“ bekannt und umfassen neben dem Schulcampus auch den Umbau der Nikolai-Kirche zum Ikareum und den Bau einer neuen Schwimmhalle. Das Theater in Anklam steht ebenfalls auf der Prioritätenliste; dringend benötigte Sanierungsmaßnahmen sind hier mit Kosten von rund 16 Millionen Euro verbunden, wie NDR berichtet. Bürgermeister Michael Galander präsentierte beim Jahresempfang der Stadt diesen neuen „Dreiklang“ und sprach die Unterstützung der Landesregierung an, um diese Projekte voranzutreiben.
Der bestehende Schulcampus in der Innenstadt, der fast fertiggestellt ist, hat sich zwar verzögert, doch die Stadt sieht Fortschritte beim Ikareum. Aktuell befindet sich der zweite Bauabschnitt im Gange, während der dritte noch nicht finanziert ist. Anklam erhofft sich von Wirtschaftsminister Blanck, der beim Jahresempfang angesprochen wurde, finanzielle Unterstützung für diese ambitionierten Vorhaben.
Industriegebiet und finanzielle Herausforderungen
Zusätzlich zu den Bildungsprojekten plant die Stadt auch den Neubau eines neuen Industriegebiets am Bargischower Weg, für das die Stadtvertretung einen Aufstellungsbeschluss gefasst hat. Die Kosten für die Erschließung dieses Gebiets belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, wobei Ökopunkte noch einmal mit 4,6 Millionen Euro zu Buche schlagen. CDU, IfA und die Bürgerplattform sehen in diesem Industriegebiet eine große Chance für die Stadt, während die AfD aufgrund der hohen Kosten skeptisch bleibt.
Ein weiterführender Aspekt ist der Verkauf von Grundstücken nach der Ansiedlung von Firmen, um die anfänglichen Investitionen wieder hereinzuholen. Die Stadtvertretung hat nun die Herausforderung, die Durchführung der geplanten Projekte zu gewährleisten, um Anklam zukunftssicher aufzustellen.
Insgesamt zeigt sich, dass Anklam auf dem Weg ist, durch diese umfangreichen Investitionen zu wachsen und die Lebensqualität der Bürger erheblich zu steigern. Doch der Weg bleibt steinig, und die Unterstützung durch das Land wird entscheidend sein, um die gesetzten Ziele zu erreichen.