Frauen in der Politik: Fachtag in Anklam stärkt Politisches Engagement!

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In Anklam fand ein Fachtag statt, um Frauen für die Kommunalpolitik zu stärken. Herausforderungen und Netzwerke wurden thematisiert.

In Anklam fand ein Fachtag statt, um Frauen für die Kommunalpolitik zu stärken. Herausforderungen und Netzwerke wurden thematisiert.
In Anklam fand ein Fachtag statt, um Frauen für die Kommunalpolitik zu stärken. Herausforderungen und Netzwerke wurden thematisiert.

Frauen in der Politik: Fachtag in Anklam stärkt Politisches Engagement!

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Beteiligung von Frauen in der Politik nach wie vor ein heißes Thema. Bei der letzten Kommunalwahl waren weniger als ein Drittel der Kandidierenden weiblich. Das hat auch die Organisatoren eines Fachtags in Anklam auf den Plan gerufen, wo über die Sichtbarkeit und Resilienz von Frauen in der politischen Landschaft diskutiert wurde. Dieser Tag wurde vom Zentrum für demokratische Kultur in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald organisiert und hatte die klare Botschaft: Frauen sollen in der Politik sichtbarer werden.

Besonders beeindruckend war der Erfahrungsbericht von Romy Tölk, ehrenamtliche Bürgermeisterin aus Koblentz, die in ihrer Rede darauf hinwies, dass Frauen oft in ihren politischen Bemühungen abgewertet werden. Tölk ermutigte die Teilnehmerinnen, ihre Themen mutig zu platzieren und stärker gegen Angriffe einzustehen. Dabei wurde auch von Wenke Brüdgam, der Gleichstellungsbeauftragten des Landes, betont, dass Frauen oft weniger zugetraut werde, was nicht nur ihr politisches Engagement beeinflusst, sondern auch zu einem Rückgang der insgesamt weiblichen Stimmen führen kann.

Herausforderungen und Lösungen

Dennoch kämpfen nicht nur die Frauen selbst, sondern auch die Rahmenbedingungen gegen die politische Teilhabe. Längere Wege zu den Sitzungen, Abendtermine und das Thema der Kinderbetreuung stellen große Hürden dar. In Anklam wurde der Austausch unter den über 30 anwesenden Politikerinnen aller demokratischen Parteien als Schlüssel zur Unterstützung gewürdigt; schließlich ist ein starkes Netzwerk von Frauen unverzichtbar, um Veränderungen zu bewirken. Gleichzeitig gibt es in der Region bereits politische Stammtische und Netzwerke, etwa auf Usedom, die das Engagement fördern.

Aber es sind nicht nur Netzwerke und Workshops, die Frauen zum politischen Engagement ermutigen sollten. Das Landesministerium für Frauen und Gleichstellung hat das Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock beauftragt, die Faktoren für das politische Engagement von Frauen in Mecklenburg-Vorpommern zu untersuchen. Diese Forschung hat ergeben, dass der Frauenanteil in der Landespolitik von einem Anstieg in den frühen 2000er Jahren zu einem Rückgang nach 2006 führte, beeinflusst durch die Wahl der FDP und NPD ins Landesparlament. Im aktuellen Stand hat Mecklenburg-Vorpommern mit 25 Prozent den zweiten Platz unter den ostdeutschen Ländern bei den kommunalen Mandaten, doch die Unterschiede innerhalb der Region sind erheblich.

Die Zukunft der Frauen in der Politik

Frische Ideen sind gefragt, insbesondere wenn es um die Vereinbarung von Beruf und Politik geht. Ein Verzicht auf Veranstaltungen am Wochenende könnte hier Wunder wirken, um mehr Frauen eine Teilhabe zu ermöglichen. Technische Möglichkeiten müssen besser genutzt werden, und erfahrene Kommunalpolitikerinnen als Mentorinnen sind eine wichtige Unterstützung für den Nachwuchs. Schließlich hat sich gezeigt, dass die persönliche Ansprache von Frauen, angepasst an ihre Interessen, ein Schlüsselfaktor für das Aufbrechen von politischen Barrieren ist.

Das Engagement von Frauen in der Politik ist nicht nur eine Frage der Rekrutierung, sondern auch eine der Sichtbarkeit und des Muts, eigene Themen mutig zu platzieren. Wenn Frau Tölk und andere Politikerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern etwas lernen, dann ist es: Es braucht Veränderungen, damit Frauen den Platz einnehmen, der ihnen zusteht. Die Diskussionen in Anklam sind dabei nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Region ist gefordert, diesen Dialog fortzusetzen und zu intensivieren, denn die politische Landschaft braucht mehr Frauen mit frischen Ideen und Perspektiven.

In einem Land, wo nur 45 von 245 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag Frauen sind, ist klar: Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber der Wille ist da, das sollte nicht vergessen werden. NDR hat dieser Entwicklung Aufmerksamkeit geschenkt, ebenso wie die Landesregierung MV, die konkrete Schritte einleiten möchte, um einer echten Veränderung näherzukommen.