Neuer Krankenhauschef Fiedler: Starke Medizin für Anklam und Ueckermünde!

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Stefan Fiedler ist seit drei Wochen Krankenhausdirektor in Anklam und Ueckermünde. Er plant neue Strategien trotz Herausforderungen.

Stefan Fiedler ist seit drei Wochen Krankenhausdirektor in Anklam und Ueckermünde. Er plant neue Strategien trotz Herausforderungen.
Stefan Fiedler ist seit drei Wochen Krankenhausdirektor in Anklam und Ueckermünde. Er plant neue Strategien trotz Herausforderungen.

Neuer Krankenhauschef Fiedler: Starke Medizin für Anklam und Ueckermünde!

Mit frischem Wind in der Leitung sind die Kliniken Ueckermünde und Anklam unter der Regie von Stefan Fiedler, der vor drei Wochen den Posten des Krankenhausdirektors übernommen hat, gut aufgestellt. In einem Gespräch äußerte Fiedler, dass es eine gemeinsame Strategie für beide Standorte gibt, die erfolgreich fortgeführt wurde, selbst während seiner Abwesenheit. Diese Planung ist nicht nur auf die beiden Städte fokussiert, sondern schließt auch umliegende Gemeinden zwischen Löcknitz und Teilen der Insel Usedom ein. Damit wird sichergestellt, dass eine sinnvolle medizinische Versorgung gewährleistet bleibt.

Die Kliniken haben zudem die bauliche Situation in Vorpommern als vorteilhaft hervorgehoben. Die Verbesserung der Infrastruktur kommt sowohl den Mitarbeitenden als auch den Patienten zugute. Besonders in der Inneren Medizin wurde in den letzten Monaten aufgestockt, speziell in den Bereichen Diabetologie und Gastroenterologie. Ein neuer Chefarzt, Dirk Werner, wurde mit dem Ziel eingestellt, neue Impulse in diesem Bereich zu setzen. Das Krankenhausteam kann bis zu 75 Prozent der Erkrankungen, die die Bevölkerung belasten, behandeln, was für die Region von großem Nutzen ist.

Herausforderungen und Chancen der Krankenhausreform

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen, die nicht aus dem Blick geraten dürfen. Fiedler äußerte, dass der Arztberuf für junge Leute zunehmend unattraktiv wird, was die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte erschwert. Hierbei spielt die Nähe zu Stettin eine Rolle, da sie die Anwerbung polnischer Kollegen erleichtert, jedoch leidet Deutschland insgesamt unter einem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen.

Ein weiterer Knackpunkt ist die aktuelle Krankenhausreform, die insbesondere in Bezug auf die Finanzierung als eine erhebliche Herausforderung wahrgenommen wird. Das Bundesgesundheitsministerium hat ein neues Finanzierungssystem eingeführt, das als Vorhaltebudget bekannt ist. Dieses System soll eine stabilere finanzielle Grundlage für bedarfsnotwendige Krankenhäuser bieten. So erhalten diese Einrichtungen Geld, unabhängig von den erbrachten Leistungen. Allerdings ist die Umsetzung der Reform nicht ohne Hürden. Fiedler machte deutlich, dass die versprochenen Mittel in Form von Vorhaltefinanzierung eher zu einer Budgetreduzierung führen könnten.

Neue Entwicklungen und Perspektiven

Um den Herausforderungen mit innovativen Ansätzen zu begegnen, plant Fiedler die Eröffnung einer neuen Hausarztpraxis im Altbau des Krankenhauses. Entgegen häufig geäußerten Befürchtungen kündigte der Krankenhauschef an, dass keine Rückschritte oder gar Schließungen in naher Zukunft geplant sind. Fiedler, ein Diplom-Kaufmann, schätzt die Vielfalt der Aufgaben in seinem Beruf und lebt derzeit in Ueckermünde, während seine Frau ihn alle zwei Wochen besucht.

Mit diesen Plänen und Strategien möchte Fiedler dazu beitragen, die Kliniken in der Region weiterhin attraktiv zu halten und die bestmögliche Versorgung für die Bevölkerung sicherzustellen. Wie er selbst sagt, bleibt ihm der Dialog über die Herausforderungen im Gesundheitswesen und die Suche nach Lösungen ein wichtiges Anliegen – insbesondere, da die Politik oft wenig Antworten auf die drängenden Fragen bietet.