Premierenschlager: Die Blechtrommel begeistert in Anklam!

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Premiere von "Die Blechtrommel" am 22.11.2025 im Theater Anklam. Regie: Tatjana Rese, Hauptrolle: Anna Jamborsky.

Premiere von "Die Blechtrommel" am 22.11.2025 im Theater Anklam. Regie: Tatjana Rese, Hauptrolle: Anna Jamborsky.
Premiere von "Die Blechtrommel" am 22.11.2025 im Theater Anklam. Regie: Tatjana Rese, Hauptrolle: Anna Jamborsky.

Premierenschlager: Die Blechtrommel begeistert in Anklam!

Gestern Abend, am 21.11.2025, war es endlich so weit: Die Premiere von „Die Blechtrommel“ fand an der Vorpommerschen Landesbühne im Theater Anklam statt. In der Inszenierung von Tatjana Rese erweckt die talentierte Schauspielerin Anna Jamborsky die Hauptfigur Oskar Matzerath zum Leben. Oskar, der beschließt, mit drei Jahren nicht mehr zu wachsen, ist ein ewiger Dreijähriger, der die Welt aus einer einzigartigen Perspektive betrachtet, und seine treue Begleiterin, die Blechtrommel, immer bei sich hat. NDR berichtet, dass die Rolle für die Schauspielerin eine große Herausforderung darstellt, insbesondere die hohen Schreie, die Oskar von sich gibt.

Die Inszenierung von „Die Blechtrommel“ spielt in der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg und thematisiert Verdrängung, Schuld und die komplexen Fragen von Opfer- und Täterrollen. Regisseurin Tatjana Rese hebt hervor, wie relevant diese Themen auch für unsere heutige Zeit sind. Der Roman von Günter Grass, der 1959 erschien, machte den Autor zu einem der bedeutendsten Stimmen der deutschen Literatur und bietet einen tiefen Einblick in das menschliche Verhalten während Krisenzeiten, wie im Nordkurier berichtet.

Ein herausforderndes Unterfangen

Für Jamborsky ist die Rolle des Oskar weit mehr als nur ein schauspielerisches Projekt; sie betrachtet es als eine der größten Herausforderungen ihrer Karriere. Während der Proben hat sie sich intensiv mit Stimmübungen vorbereitet, um die gespenstischen Schreie des Oskar zu meistern. Das Spiel auf einem überdimensionalen Stuhl in Betonoptik, um Oskars symbolischen Treppensturz darzustellen, ist nur eines der vielen kreativen Elemente, die die Regisseurin eingebaut hat. In diesem Stück wird die Vorstellung eines Doktors als Kommentarfigur eingeführt, um Oskars Sichtweise weiterführend zu beleuchten.

Doch nicht nur Oskars Entwicklung steht im Mittelpunkt. Rese legt besonderen Wert darauf, dass das Stück auch humorvolle Aspekte in die ernsten Themen einfließen lässt. In einer Inszenierung, die sowohl Respekt vor dem Ausgangsmaterial zeigt, als auch den Mut hat, frische Akzente zu setzen, gelingt es Rese, den epischen Reiz des Romans auf die Bühne zu bringen und gleichzeitig die markanten Charaktere lebendig werden zu lassen. Das Ensemble besteht insgesamt aus zehn Mitwirkenden, die teilweise mehrere Rollen übernehmen – ein wahres Schauspiel, um das Publikum zu fesseln.

Ein Blick in die Zukunft

Die Vorpommersche Landesbühne mag das kleinste Theater in Mecklenburg-Vorpommern sein, doch es bietet mit seinen zahlreichen Spielstätten einen bunten Veranstaltungskalender. Nach der Premiere in Anklam sind bereits weitere Vorstellungen ab Januar 2026 in Zinnowitz, Barth und im „Chapeau Rouge“ in Heringsdorf eingeplant. Die Inszenierung von „Die Blechtrommel“ ist somit nicht nur ein Ereignis für Theaterliebhaber in Anklam, sondern wird auch die Bühnen anderer Städte bereichern und die eindringliche Geschichte von Oskar Matzerath weit über die Grenzen Anklams hinaustragen. NDR hebt hervor, dass die Themen des Stücks und die künstlerische Leistung der Mitwirkenden etwas sind, das man sich nicht entgehen lassen sollte.