Riesen-Solarpark kommt: Ahlbeck plant grünes Kraftwerk am Hammergraben!
Ahlbeck bei Eggesin plant einen großen Solarpark. Entscheidung im Gemeindehaus am 27. November 2025. Erlöse und Umweltauswirkungen im Fokus.

Riesen-Solarpark kommt: Ahlbeck plant grünes Kraftwerk am Hammergraben!
In der kleinen Gemeinde Ahlbeck, unweit von Eggesin, tut sich einiges im Bereich der erneuerbaren Energien. Hier plant man die Errichtung eines beeindruckenden Solarparks auf einer B-Plan-Fläche von 64 Hektar. Dieses Areal befindet sich im Westen des Dorfes, nördlich der Landesstraße L28 und wird voraussichtlich etwa 50 Hektar groß sein, nachdem Abstandsflächen und Wege berücksichtigt wurden. Laut dem Nordkurier ist das geplante „Solarfeld am Hammergraben“ ein Projekt, das seit 2022 in der Pipeline steckt.
Die Betreiberfirma und die Landwirtschaftsgenossenschaft „Seegrund“ haben sich für dieses Projekt zusammengetan und eine gemeinsame Firma gegründet, die ihren Sitz in Ahlbeck hat. Auf den vorgesehenen Flächen handelt es sich um Grünland, das nicht als wertvoller Ackerboden gilt, was die Planung erleichtert. Die Entscheidung über das Bauleitverfahren steht an und findet am 27. November um 16 Uhr im Gemeindehaus statt. Die Gemeinde hat bereits Feedback aus der Öffentlichkeit sowie von öffentlichen Trägern in den Planentwurf eingearbeitet.
Chancen und Herausforderungen
Ein positiver Beschluss könnte dazu führen, dass etwa 34.000 Pfosten in den Boden gerammt werden. Dies wäre jedoch nicht der einzige finanzielle Vorteil für die Gemeinde. Sie profitiert zudem von 0,2 Cent je Kilowatt, was jährliche Einnahmen von etwa 120.000 bis 130.000 Euro bedeuten könnte.
Ein weiteres Highlight ist, dass durch das Solarfeld die Möglichkeit besteht, eine Speicheranlage zu bauen, welche die Gemeinde mit Strom autark versorgen könnte. In der Gemeinde wurde bereits erfolgreich eine Photovoltaik-Anlage auf der sanierten Turnhalle installiert, die alle drei Schulgebäude mit Strom versorgt und sogar Überschüsse produziert. Wichtig ist auch die geplante Hecke, die das Solarfeld möglichst unsichtbar machen soll.
Finanzielle Aspekte der Photovoltaik
Betrachtet man die Kosten für Photovoltaikanlagen in Ahlbeck, so liegt der Durchschnittspreis bei 15.118,53 Euro, inklusive Installation. Der Amortisationszeitraum beträgt 18 Jahre, was auf eine jährliche Stromkostenersparnis von 838,08 Euro zurückzuführen ist. Diese Berechnungen zeigen, dass nach 18 Jahren ein Gewinn von 5.833,47 Euro über die Betriebsdauer von 25 Jahren erzielt werden kann. Dabei garantieren die Hersteller die Leistung der PV-Module über einen Zeitraum von 25 Jahren, wobei viele Anlagen erfahrungsgemäß sogar länger halten. Das Zolar stellt zudem einen Online-Konfigurator bereit, der eine individuelle Planung von PV-Anlagen ermöglicht.
Am selben Tag, an dem über das Solarfeld entschieden wird, steht auch die Beratung über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 6.700 Euro auf der Tagesordnung. Diese Mittel stammen aus der Schulbauförderung des Landkreises Vorpommern-Greifswald und sollen mit der Sanierung der Turnhalle verrechnet werden.
Die bevorstehende Entscheidung über das Solarprojekt und die finanzielle Unterstützung werden zweifellos einen bedeutenden Einfluss auf die Gemeinde Ahlbeck haben. So wird die Gemeinde nicht nur umweltfreundlicher, sondern kann auch finanzielle Mittel generieren, die in weitere Projekte investiert werden können.