Internationale Tage jüdischer Musik: Fest der Vielfalt und Toleranz!
Entdecken Sie die Internationalen Tage jüdischer Musik in Heringsdorf vom 14. bis 18. Dezember 2025 – ein Fest der kulturellen Vielfalt.

Internationale Tage jüdischer Musik: Fest der Vielfalt und Toleranz!
In der malerischen Kulisse von Usedom wird vom 14. bis 18. Dezember das 8. Internationale Tage jüdischer Musik stattfinden. Das Usedomer Musikfestival, das mit seiner Reihe in die Fußstapfen jüdischen Lebens in der Region tritt, hat die Veranstaltung mit dem Motto »Hine ma tov – Siehe, wie schön« ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Zusammenleben von Juden und Nicht-Juden in Europa zu feiern und den Reichtum jüdischer Musik zu präsentieren. Die Veranstaltung wird in diesem Jahr durch ein beeindruckendes Programm bereichert, das historische Werke von Abraham Levie bis hin zu zeitgenössischen Bearbeitungen umfasst, die Tradition und Moderne miteinander verbinden. Auf diesen Weg wurden auch viele Künstler und Musiker gewonnen, um das Fest angemessen zu gestalten.
Das Usedomer Musikfestival blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück und beendete seine 28. Ausgabe im Oktober 2023. Mit rund 200 Musikern aus Ländern wie Litauen, Deutschland und Norwegen zog es zahlreiche Besucher in den Ostseeraum. Zu den prominenten Künstlern zählen David Geringas und das NDR Elbphilharmonie Orchester. So wurde in diesem Jahr auch ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt, was nicht nur die Festivals selbst, sondern auch die einzelnen Konzerte prägend begleitete. Die Internationalen Tage jüdischer Musik haben ihren Ursprung in Synagogenrundfahrten des Usedomer Musikfestivals, die seit 2009 das jüdische Leben in Mecklenburg-Vorpommern thematisieren, wie Jüdische Allgemeine berichtet.
Konzerte und Vorträge
Zu den Höhepunkten gehört das Prologkonzert am 27. November im Kulturforum Görlitzer Synagoge, gefolgt von einem Eröffnungskonzert mit dem Titel »Stimmen aus Theresienstadt« am 14. Dezember im Seebad Heringsdorf. Das Festival bietet darüber hinaus weitere Konzerte in Berlin, Essen und Chemnitz. Am 28. November wird im Seebad Heringsdorf der Dokumentarfilm „We Want The Light“ gezeigt, der von einem Gespräch mit dem renommierten Musikkritiker Norman Lebrecht gefolgt wird. Ein weiteres Konzert zu Ehren jüdischer Pioniere erinnert an die Hachschara-Stätten der 1930er Jahre in Berlin, wie die Zeit berichtet.
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 15. November ein Vortrag von Historiker Fritz Spalink im Seetelhotel Ahlbecker Hof angeboten. Hier wird das jüdische Leben in der Region behandelt, besonders die Gäste und Bewohner in Swinemünde und Heringsdorf. Zudem steht an diesem Abend auch ein Konzert von Chanson-Nette, Henry Nandzik und Trio Scho auf dem Programm, die die Goldenen Zwanziger musikalisch thematisieren.
Ein starkes Zeichen
Das Festival, unter der Schirmherrschaft von Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, sieht sich auch als Plattform zur Sensibilisierung für das jüdische Leben und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. In den letzten Jahren haben die Internationalen Tage jüdischer Musik enorme Anstrengungen unternommen, um Antisemitismus aktiv entgegenzuwirken und den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern. Intendant Thomas Hummel betont, dass Antisemitismus in der Gesellschaft keinen Platz haben darf. Die Mischung aus Musik, Vorträgen und Filmvorführungen soll dazu beitragen, das Verständnis für jüdisches Leben zu vertiefen.
So wird das Usedomer Musikfestival auch 2025 wieder zu einem Ort des Austauschs und der kulturellen Begegnung. Mit einem umfassenden Programm, das sowohl Musikalität als auch geschichtliche Bildung vereint, gelingt es, ein wichtiges Zeichen zu setzen – für Respekt, Toleranz und das Miteinander in Europa und darüber hinaus. Für alle, die sich für diese Themen interessieren, wird sicher etwas dabei sein!