Landkreis Vorpommern-Greifswald kauft Quads für den Katastrophenschutz!
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald plant die Beschaffung von Quads zur Verbesserung des Katastrophenschutzes in unwegsamem Gelände.

Landkreis Vorpommern-Greifswald kauft Quads für den Katastrophenschutz!
Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wird kräftig in die Zukunft des Katastrophenschutzes investiert. Die Behörde hat eine öffentliche Ausschreibung für zwei All-Terrain-Vehicles (ATV), umgangssprachlich besser bekannt als Quads, sowie zwei Anhänger veröffentlicht. Die Frist zur Einreichung der Angebote endet bereits am 20. November. Laut Nordkurier liegt der Fokus der Anschaffung auf der Verbesserung der Einsatzfähigkeit in schwer zugänglichem Gelände. Quads bieten sich ideal für Wald- und Vegetationsbrände, Hochwasserlagen, Deichkontrollen und Such- sowie Rettungsaktionen in unwegsamem Terrain an.
Das Ordnungsamt I, Abteilung Brand- und Katastrophenschutz, wird die neuen Fahrzeuge in Einsatz nehmen. Für die Transporte der Quads sowie zusätzlicher Materialien wie Löschmittel, Werkzeuge und Spezialausrüstung werden die Anhänger genutzt. Geplant ist, die ATVs in den Führungseinheiten der erweiterten Löschzüge Nord und Süd zu stationieren – jeweils eines im Nord- und eines im Südbereich des Landkreises.
Kosten und Einsatzmöglichkeiten
Bisher gibt es noch keine Angaben zu den genauen Beschaffungskosten, da das Vergabeverfahren noch läuft. Üblicherweise bewegen sich die Preise für gängige Modelle im Katastrophenschutzbereich zwischen 10.000 und 40.000 Euro, abhängig von Leistung und Ausstattung. Diese Investition zeigt, dass der Landkreis die Weichen für eine moderne und effiziente Notfallbewältigung stellt.
In einem weiteren Kontext sind All-Terrain-Fahrzeuge auch für militärische Zwecke von großem Interesse. Schweden, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben sich in einer großen Zusammenarbeit mit BAE Systems über den Kauf von 436 All-Terrain-Fahrzeugen des Typs BvS10 geeinigt. Diese Fahrzeuge, die für eine stolze Summe von 760 Millionen US-Dollar beschafft werden, sollen Arctic-Operationen unterstützen und die logistische Mobilität verbessern. Die Lieferungen beginnen bereits 2024. Dem deutschen Bundesministerium der Verteidigung stehen 140 dieser Fahrzeuge zu, wie Spartanat berichtet.
Der BvS10 ist aufgrund seiner Flexibilität in schwierigem Gelände – sei es Schnee, Eis oder schlammige Böden – beliebte Wahl. Mit seiner amphibischen Fähigkeit ist er zudem prädestiniert für Einsätze in überfluteten Gebieten oder Küstengewässern. Solche Technologien sind nicht nur für den militärischen Sektor wichtig, sondern bieten auch Ansätze, die im Katastrophenschutz von Nutzen sein können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anschaffung der Quads für den Landkreis Vorpommern-Greifswald eine sinnvolle Entscheidung ist und gleichzeitig der Blick auf fortschrittliche Lösungen, wie sie im militärischen Bereich genutzt werden, zeigt, dass innovativer Katastrophenschutz auch außerhalb der Landesgrenzen strategisch gedacht wird.