Uecker-Randow begeht Volkstrauertag: Erinnerung an Opfer des Krieges
Am Volkstrauertag 2025 gedachten Bürgermeister in Löcknitz, Uecker-Randow und anderen Städten den Opfern von Krieg und Gewalt.

Uecker-Randow begeht Volkstrauertag: Erinnerung an Opfer des Krieges
Am 19. November 2025 wird in der Region Uecker-Randow mit Trauer, aber auch mit einem klaren Bekenntnis zu Frieden und Demokratie, der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Der Volkstrauertag ist ein fest verankerter Gedenktag in Deutschland, der bereits seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag gefeiert wird. Er wurde ursprünglich 1919 ins Leben gerufen, um den gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs zu gedenken und inzwischen sind auch die Opfer des Nationalsozialismus und aller anderen Kriege Teil des Gedenkens. Ein Blick auf die lokalen Veranstaltungen gibt einen Einblick in die Bedeutung dieses Tages für die Gemeinschaft.
In Städten wie Pasewalk, Löcknitz, Strasburg, Torgelow, Ueckermünde und Mönkebude wurde der Volkstrauertag gebührend gefeiert. In Pasewalk fanden sich rund 40 Personen auf dem Friedhof am Holzkreuz ein. Bürgermeister Danny Rodewald hielt das Totengedenken, während Militärseelsorger Bernhard Trömer die Andacht leitete. In Torgelow hob Bürgermeisterin Kerstin Pukallus die Wichtigkeit der Erinnerung an Krieg und Zerstörung hervor und betonte den unverzichtbaren Wert des Friedens.
Gemeinsame Erinnerungen
In Ueckermünde erinnerte Bürgermeister Jürgen Kliewe an die tragischen Schicksale der 359 gefallenen Bürger der Stadt während der Weltkriege und die tiefen Wunden, die das Jahr 1945 hinterließ, als über 2.300 Menschen starben. Pfarrerin Susanne Leder unterstrich die Bedeutung des Erinnerns für den Erhalt von Frieden und Demokratie. Auch in Strasburg wurde am Denkmal der „Weinenden Mutter“ den Opfern gedacht, mit bewegenden Ansprachen von Bürgermeister Klemens Kowalski und Pfarrer Stefan Voß.
In Löcknitz eröffnete ein Gottesdienst die Gedenkveranstaltung, die von Bürgermeister Detlef Ebert gestaltet wurde. In Mönkebude fand die Gedenkfeier in der Kirche statt, wo Staatskanzleichef Patrick Dahlemann sprach. All diese Veranstaltungen zeigen, dass das Gedenken an die Opfer nicht in Vergessenheit gerät und einen wichtigen Platz im kollektiven Gedächtnis der Region einnimmt. Die Vergangenheit lehrt uns, wie wichtig Frieden und gegenseitiger Respekt in der heutigen Zeit sind.
Ein Blick nach Berlin
Das Gedenken wird nicht nur auf regionaler, sondern auch auf nationaler Ebene großgeschrieben. Am Sonntag, dem 16. November, fand im Deutschen Bundestag eine zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner samt des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella fanden sich zu dieser bedeutenden Zeremonie ein. Klöckner hob hervor, wie wichtig es ist, sich der historischen Distanz zu den Weltkriegen bewusst zu sein, während die Kriegsrealität in Europa uns Mahnung genug sein sollte, aktiv für Frieden und Demokratie einzutreten.
Der Volkstrauertag erinnert nicht nur an die Opfern des Krieges, er ist auch ein Appell an alle, in der heutigen Zeit den Frieden zu verteidigen und sich für ein besseres Miteinander einzusetzen. All diese Gedenktage sind ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird und dass wir an einem harmonischen Zusammenleben arbeiten müssen.
In Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus wird deutlich, dass die gemeinsame Erinnerung an die tragischen Aspekte der Geschichte eine Brücke zu einer hoffnungsvolleren Zukunft schlagen kann. Wie es auch auf der Webseite von Wikipedia steht, wird der Volkstrauertag in Deutschland nicht nur von offiziellen Seiten begangen. Vielmehr ist er ein Teil des sozialen Gefüge, unterstützt von der Gemeinschaft, die sich gemeinsam für den Erhalt des Friedens einsetzt.