Fairness im Schritt-Wettbewerb: Pasewalker Teilnehmerin äußert Zweifel
Pasewalk erreichte Erfolge bei der Walking-Städte-Challenge 2025, doch Bedenken zur Fairness der App werfen Schatten auf den Wettbewerb.

Fairness im Schritt-Wettbewerb: Pasewalker Teilnehmerin äußert Zweifel
Die Walking-Städte-Challenge, die von dem Ärzte-Netzwerk Haffnet ins Leben gerufen wurde, hat in diesem Jahr für ordentlich Aufsehen gesorgt. Rund 1500 Teilnehmer aus verschiedenen Städten wie Anklam, Strasburg, Torgelow, Pasewalk, Eggesin und Ueckermünde haben kräftig ihre Schritte gezählt. Insbesondere der Anstieg der Teilnehmerzahlen im Vergleich zum Vorjahr ist bemerkenswert und spricht für das große Interesse an dieser Gesundheitsinitiative.
Von Anfang Juli bis Ende August 2025, also genau zwei Monate lang, traten die Beteiligten gegeneinander an, um gemeinsam mehr als 612 Millionen Schritte zu erreichen – ein Ziel, das nach nur einer Woche bereits übertroffen wurde. Besonders erfreulich war, dass die Challenge die enorme Strecke von über 437.000 Kilometern, was mehr als zehn Umrundungen der Erde entspricht, zusammenbrachte.
Vorwürfe und Fairness
Die Pasewalkerin Andrea Hartfiel, die in der Einzelwertung den zweiten Platz belegte und mit ihrem Team den dritten Platz erzielte, hat jedoch Bedenken zur Fairness der verwendeten App Walk15 geäußert. Ihrer Meinung nach hatte die App Schwierigkeiten, zwischen echten und fragwürdigen Schritten zu unterscheiden. „Ich finde, wir müssen den Gedanken hinter der Aktion schützen und die Fairness fördern“, so Hartfiel. Sie bemängelte zudem, dass Hinweise auf mögliche Manipulationen vonseiten der App nicht ausreichend untersucht worden seien.
Die Geschäftsführerin von Haffnet, Nadja Neudeck, schätzte jedoch die sportliche Leistung von Hartfiel und verwies darauf, dass die Vorwürfe durch einen Abgleich mit den erfassten Schritten in der Walk15-App entkräftet wurden. Interessant ist auch, dass der App-Anbieter keine eigenen Bewegungsdaten erhebt, sondern die Schritte ausschließlich aus den Apps der Teilnehmer entnimmt. Haffnet zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Präventionsaktion und plant, die Fairness auch im nächsten Jahr im Blick zu behalten.
Die Sieger und der Ausblick
Die Siegerstadt der diesjährigen Challenge war Ueckermünde, die mit durchschnittlich 440.762 Schritten pro Teilnehmer die Konkurrenz hinter sich ließ. An dieser sportlichen Herausforderung nahmen zahlreiche Städte und Gemeinden teil, was das Gemeinschaftsgefühl und den gemeinsamen Einsatz für die Gesundheit stärkt.
Die Erkenntnisse aus solchen Wettbewerben scheinen nicht nur für die Teilnehmer wichtig zu sein. Laut einer Studie über Gamification und körperliche Aktivität zeigt sich, dass Nutzer durch Wettbewerbe im Durchschnitt 23% mehr aktiv werden. Dies gilt für alle Alters- und Gewichtsklassen und auch für zuvor inaktive Nutzer. Die Zusammensetzung der Teilnehmer kann ebenfalls die Dynamik des Wettbewerbs beeinflussen. Wettbewerbe mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis fördern die Aktivität der Teilnehmenden besonders gut.
Mit einem so positiven Verlauf hinter den Kulissen blickt Haffnet bereits auf die nächste Challenge im Jahr 2026. Die engagierten Teilnehmenden werden auch in Zukunft einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Gesundheit leisten. Bleibt zu hoffen, dass die Bedenken hinsichtlich der Fairness der Technologie bis dahin ausgeräumt werden können!
Für weitere Informationen über die Walking-Städte-Challenge, einen Rückblick auf die Herausforderungen und einen Ausblick auf die kommenden Events, werfen Sie einen Blick auf die Seiten von Nordkurier, Haffnet und PubMed.