Gedenken am Volkstrauertag: Erinnern in Pasewalk, Strasburg und Löcknitz
Am Volkstrauertag, dem 16. November, gedenkt Pasewalk mit einer feierlichen Veranstaltung der Kriegstoten und Gewaltopfer. Alle Bürger sind eingeladen.

Gedenken am Volkstrauertag: Erinnern in Pasewalk, Strasburg und Löcknitz
In der bevorstehenden Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag, der in diesem Jahr auf den 16. November fällt, zeigt sich die Region Mecklenburg-Vorpommern erneut solidarisch im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt. Wie der Nordkurier berichtet, sind Bürgerinnen und Bürger in den Städten Pasewalk, Strasburg und Löcknitz eingeladen, um gemeinsam innezuhalten und derjenigen zu gedenken, die unter Kriegen und Gewaltherrschaft gelitten haben.
In Pasewalk wird die Gedenkveranstaltung um 11 Uhr auf dem Friedhof am Holzkreuz stattfinden. Organisiert von der Stadt Pasewalk und der evangelischen Kirchengemeinde, wird es Kranzniederlegungen geben, um den Opfern Respekt zu erweisen. Die Einladung richtet sich an alle, die ein Zeichen des Erinnerns setzen möchten.
Ein besonderes Jahr des Gedenkens
Die Gedenkveranstaltung in Strasburg, ebenfalls um 11 Uhr, findet am Denkmal der „Weinenden Mutter“ auf dem Alten Friedhof statt. In diesem Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal, was dem Gedenken eine besondere Bedeutung verleiht. Musikalische Einleitungen sowie Reden von Bürgermeister Klemens Kowalski, Pfarrer Stefan Voß und Stadtpräsident Matthias Huth werden den Rahmen der Veranstaltung gestalten.
Löcknitz startet seine Gedenkfeier bereits um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche. Um 11 Uhr setzt sich die Feier dann auf dem Friedhof an der Stätte der Kriegsopfer fort. Auch hier sind die Bürger herzlich eingeladen. Der Verein Green Warriors Deutschland Military Brotherhood, unter der Leitung von Ronny Splettstößer, wird aktiv an der Gestaltung der Gedenkfeier teilnehmen, was dem Ereignis einen besonderen militärischen Akzent verleiht.
Ein Blick auf die Traditionen
Der Volkstrauertag, der 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ins Leben gerufen wurde, ist im deutschen Kulturkalender als „stiller Feiertag“ verankert. Er findet traditionell am vorletzten Sonntag des evangelischen Kirchenjahres statt und ist ein bedeutender Anlass, um der Toten des Ersten Weltkriegs und späterer Konflikte zu gedenken. Laut NDR ist der Volkstrauertag ein Moment des Innehaltens, der Besinnung und der Reflexion.
Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zu den Festlichkeiten wie Allerheiligen am 1. November oder dem Buß- und Bettag, die zwar ebenfalls dem Gedenken dienen, jedoch in einem anderen Rahmen stattfinden. Der Volkstrauertag hingegen ist tief verbunden mit der Geschichte und dem Leid, das Kriege über die Menschheit gebracht haben. In diesem Geist hoffen die Organisatoren, möglichst viele Teilnehmende zu erreichen, um gemeinsam ein starkes Zeichen des Friedens zu setzen.