Rufbus-Projekt in Pasewalk: Bessere ärztliche Versorgung für alle!

Neues Pilotprojekt in Pasewalk: Ilse-Bus verbessert medizinische Versorgung für Patienten ohne Auto ab 1. Oktober 2025.

Neues Pilotprojekt in Pasewalk: Ilse-Bus verbessert medizinische Versorgung für Patienten ohne Auto ab 1. Oktober 2025.
Neues Pilotprojekt in Pasewalk: Ilse-Bus verbessert medizinische Versorgung für Patienten ohne Auto ab 1. Oktober 2025.

Rufbus-Projekt in Pasewalk: Bessere ärztliche Versorgung für alle!

Die Mobilität im ländlichen Raum ist oft ein heikles Thema, besonders wenn es um die medizinische Versorgung geht. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald laufen aktuell die Vorbereitungen für ein neues Projekt, das die medizinische Anbindung in der Region verbessern soll. Ab dem 1. Oktober 2025 wird der Ilse-Bus als Pilotprojekt starten, um die Fahrt zu Facharztterminen für Menschen ohne eigenes Fahrzeug zu erleichtern. Nordkurier berichtet, dass die Idee von Haus- und Fachärzten initiiert wurde und unter der Leitung von Bürgermeisterin Antje Zibell steht.

Der Bedarf an einem flächendeckenden Rufbus ist im Landkreis offensichtlich. Nicht zuletzt deswegen, weil der öffentliche Nahverkehr hier oft nicht ausreicht, um die gesamte Bevölkerung zu bedienen. Mit diesem Pilotprojekt soll ein verlässlicher und kostengünstiger Zugang zu medizinischer Versorgung geschaffen werden. Besonders Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, sollen so die Möglichkeit erhalten, Fachärzte in Pasewalk zu besuchen.

Details zum Projekt

Die ersten Planungen sind für September vorgesehen, wobei die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH (VVG) mit von der Partie ist. Eine der Hauptakteurinnen in diesem Vorhaben, VVG-Koordinatorin Antje Hellwig, sieht große Chancen, die Lebensqualität der Menschen in der Region zu steigern. Und die Unterstützung kommt auch von Landrat Michael Sack, der das Projekt als wegweisend bezeichnet.

Von Montag bis Donnerstag soll es feste Fahrpläne geben, die es Patienten ermöglichen, aus Ortschaften wie Krackow, Penkun, Strasburg und Löcknitz zu den Behandlungen zu gelangen. Die Rückfahrt erfolgt in der Regel nach etwa zwei Stunden Behandlungszeit. Zudem können Patienten ihre Fahrt direkt bei der Buchung ihrer Arzttermine auswählen. Für gerade einmal 1 Euro bringt der Bus die Fahrgäste sogar bis vor die Haustür.

Gemeinsam zum Arzt

Zu den Fachärzten, die am neuen System beteiligt sind, zählen unter anderem Dr. Christine Bahr mit Schwerpunkt Kardiologie und Dr. Kirsten Rabeneck, die sich der Orthopädie widmet. Die Zielgruppe sind vor allem Patienten, die auf eine Fahrgelegenheit angewiesen sind, um den Weg zu einer Behandlung überhaupt antreten zu können. Damit soll nicht nur die medizinische Versorgung verbessert werden, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen.

Um die Bevölkerung über das neue Angebot zu informieren, startet in der zweiten August-Hälfte eine umfassende Informationskampagne in Arztpraxen. Hier werden Flyer, Pläne und Plakate ausgelegt, damit jeder Bescheid weiß. Zudem gibt es eine Vorstellung des Projekts auf der „Messe für Vorpommern“ Ende August. Falls das Pilotprojekt erfolgreich verläuft, könnten in Zukunft sogar weitere Standorte ins Boot geholt werden, um die ländliche Gesundheitsversorgung weiter auszubauen.

Es bleibt abzuwarten, wie gut das Angebot angenommen wird, doch die ersten Schritte in die richtige Richtung sind klar sichtbar. Mit dem Ilse-Bus könnte eine wichtige Lücke geschlossen werden und ein neues Kapitel in der Gesundheitsversorgung in der Region geschrieben werden.