30 Jahre Integrationsprojekt: Ueckermünde feiert mit Kletteraction!

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Ueckermünde feiert 30 Jahre Integrationsprojekt mit Klettervorführungen im Hochseilgarten und barrierefreien Angeboten.

Ueckermünde feiert 30 Jahre Integrationsprojekt mit Klettervorführungen im Hochseilgarten und barrierefreien Angeboten.
Ueckermünde feiert 30 Jahre Integrationsprojekt mit Klettervorführungen im Hochseilgarten und barrierefreien Angeboten.

30 Jahre Integrationsprojekt: Ueckermünde feiert mit Kletteraction!

Am 29. November 2025 feiert das Integrationsprojekt am Ueckermünder Zerum, bekannt für seine Erlebnispädagogik und Umweltbildung, ein beeindruckendes Jubiläum: 30 Jahre sind vergangen, seit es seine Türen geöffnet hat. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurde eine Klettervorführung im Hochseilgarten organisiert, bei der Schülerinnen und Schüler der Kleeblattschule in Anklam ihre Fähigkeiten im Klettern und Abseilen unter Beweis stellten. Diese Kooperation besteht bereits seit 2017, und angesichts der spannenden Aktivitäten, die hier stattfinden, war die Atmosphäre an diesem Tag voller Energie und Begeisterung.

Besonders hervorzuheben war die Barrierefreiheit des Hochseilgartens, die auch Rollstuhl-Fahrern ermöglicht, an einer speziellen Station teilzunehmen. Dies spiegelt den integrativen Ansatz des Zerums wider, der in den letzten drei Jahrzehnten immer stärker gewachsen ist. Die Gäste hatten zudem die Möglichkeit, selbst im Hochseilgarten aktiv zu werden und die Herausforderungen des Kletterns auszuprobieren.

Wichtige Stimmen und Unterstützer

Im Speiseraum des Zerums fanden sich die Anwesenden zu gemeinsamen Mahlzeiten zusammen, was das Gemeinschaftsgefühl der Veranstaltung unterstrich. Unter den Rednern waren Dr. Simone Bloem vom Bundesministerium, Monika Stein vom BSJ Marburg, Viola Hell, die Leiterin des Kreisjugendamts, und Bürgermeister Jürgen Kliewe. Bloem erkannte bei ihrem ersten Besuch im Zerum die besondere Bedeutung des Projekts und hob hervor, dass die Bundesfinanzierung auch für das kommende Jahr gesichert sei.

Monika Stein informierte das Publikum über die Vielzahl der Gruppen aus verschiedenen Bundesländern, die das Projekt besuchen, mit einer Ausnahme: dem Saarland. Bürgermeister Kliewe betonte die Wichtigkeit des Zerums für die Stadt Ueckermünde, das mit durchschnittlich 1.000 Übernachtungen pro Jahr einen wertvollen Beitrag zur regionalen Entwicklung leistet. Sein Wunsch ist es, Ueckermünde deutschlandweit bekannter zu machen.

Kreative Projekte für Alle

Ein ganz besonderer Aspekt des Zerums ist die Möglichkeit des barrierefreien Segelns auf dem Großsegler „Wappen von Ueckermünde“. Der Verein Rollisegler, dessen Vorstand unter anderem aus Marcus Zeipelt und Torsten Heinrich besteht, hat es sich zur Aufgabe gemacht, behinderten- und rollstuhlgerechte Angebote zu schaffen. Durch Unterstützung von Sponsoren und Förderern wird ein solches Schiff in Deutschland gebaut.

Die Bedingungen sind so gestaltet, dass auch benachteiligte Personen an diesen besonderen Erlebnissen teilnehmen können. Dazu gehört die Möglichkeit zur Beantragung von Fördergeldern für Törns, wodurch auch finanzielle Hürden abgebaut werden. Der Verein ist gemeinnützig und bietet verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung, sei es durch Spenden oder Sponsoring-Verträge.

Barrierefreier Tourismus als Ziel

Der Bedarf an barrierefreien Freizeitmöglichkeiten wächst. Laut dem ADAC bietet das Projekt „Reisen für Alle“ verlässliche Informationen zu barrierefreien Angeboten in Deutschland. Hotels, Gastronomie und auch Freizeitaktivitäten werden nach einheitlichen Kriterien erfasst, damit Menschen mit Behinderungen, Senioren und Familien mit kleinen Kindern unbeschwerte Reisen planen können.

Diese Entwicklungen sensibilisieren nicht nur die Gesellschaft, sondern fördern auch ein neues Bewusstsein für die Bedürfnisse aller, die an gesellschaftlichen Aktivitäten beteiligt sein wollen. Informationen zu barrierefreien Angeboten sollten daher in Zukunft noch stärker in den Fokus rücken. Schließlich ist es von wesentlicher Bedeutung, dass Buchungen nicht aufgrund von Behinderungen oder Altersgrenzen abgelehnt werden.

Mit einem soliden Fundament und zahlreichen Unterstützern, sowohl aus der Politik als auch aus den Reihen engagierter Vereine, ist das Zerum auf einem großartigen Weg, um auch in den nächsten 30 Jahren eine wichtige Rolle in der Integration und Förderung von Gemeinschaftsprojekten zu spielen.