Apothekengipfel in MV: Drohen Schließungen für 500 Apotheken?
Am 17.11.2025 findet in MV ein Apothekengipfel statt, um geplante Reformen und deren Auswirkungen auf die Apotheken zu besprechen.

Apothekengipfel in MV: Drohen Schließungen für 500 Apotheken?
Am Mittwoch, dem 17. November 2025, treffen sich die Apothekenteams aus ganz Mecklenburg-Vorpommern zum Apothekengipfel. Ab 17 Uhr werden die Fachleute in einer Sitzung die aktuellen Herausforderungen und Reformen besprechen, die die pharmazeutische Versorgung in der Region betreffen. Diese Veranstaltung ist nicht nur für die Apotheker, sondern auch für die Patienten von Bedeutung, da am ganzen Nachmittag mit Einschränkungen der Öffnungs- und Beratungszeiten zu rechnen ist. Patienten werden daher gebeten, planbare Medikamenten-Abholungen am Vormittag zu erledigen, denn der Not- und Bereitschaftsdienst bleibt gesichert, auch wenn es regionale Beschränkungen auf die diensthabenden Apotheken geben kann, wie svz.de berichtet.
Markus Oelze, der Vorsitzende des Apothekerverbandes MV, wird sich auf dem Gipfel äußern. Er zeigt sich schockiert über den Referentenentwurf zur Apothekenreform. Besonders die angekündigte Erhöhung des Apothekenpackungsfixums, die im Koalitionsvertrag festgelegt wurde, wird in diesem Jahr nicht umgesetzt. Dies könnte die wirtschaftliche Lage der Apotheken weiter belasten, sodass bundesweit mehr als 500 Apotheken bis zum Jahresende schließen müssen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell 369 Apotheken, was einen Rückgang von 30 Apotheken seit 2020 darstellt.
Herausforderungen für die Apotheken
Oelzes Anliegen ist es, auf dem Gipfel Vorschläge zur Erhaltung und Weiterentwicklung der wohnortnahen Arzneimittelversorgung zu erarbeiten. Auf dem Podium werden neben Oelze die CDU-Bundestagsabgeordnete Simone Borchardt und die CDU-Generalsekretärin in MV, Kati Hoffmeister, sitzen. Diese Zusammenkunft könnte der entscheidende Schritt sein, um die Grundversorgung der Bevölkerung weiterhin zu gewährleisten.
In der weiteren Wirtschaftswelt gibt es ebenfalls turbulente Nachrichten. Die Aktien von Tesla sind am selben Tag um 5.5% gefallen, was auf einen signifikanten Rückgang der Verkaufszahlen in China zurückzuführen ist. Laut finance.yahoo.com gab es im Oktober lediglich 26.006 verkaufte Fahrzeuge, was einen Rückgang von 36% im Vergleich zum Vorjahr markiert – ein echtes Tief seit drei Jahren. Damit schrumpfte Teslas Marktanteil in China von 8.7% auf 3.2%, während Konkurrenten wie Xiaomi mehr Fahrzeuge absetzen konnten.
Diese Entwicklungen liefern einen interessanten Kontrast zu den Gesprächen, die in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Während die Apothekenteams an Lösungen arbeiten, müssen auch Unternehmen wie Tesla lernen, sich in einem sich ständig verändernden Markt zu behaupten. Mit einer Kernfrage in beiden Szenarien: Wie kann man trotz zunehmender Herausforderungen bestehen und zukunftsorientiert handeln?