Gigantisches Brückenprojekt über Peene: Verkehrswende für Usedom!

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Wolgast erhält eine neue Peenebrücke, die 2028 die Verkehrsanbindung zur Insel Usedom verbessern und Staus reduzieren soll.

Wolgast erhält eine neue Peenebrücke, die 2028 die Verkehrsanbindung zur Insel Usedom verbessern und Staus reduzieren soll.
Wolgast erhält eine neue Peenebrücke, die 2028 die Verkehrsanbindung zur Insel Usedom verbessern und Staus reduzieren soll.

Gigantisches Brückenprojekt über Peene: Verkehrswende für Usedom!

Die Nachricht sorgt für Aufregung in Mecklenburg-Vorpommern: Der Auftrag für den Neubau der Peenebrücke in Wolgast wurde vergeben. Wie der Nordkurier berichtet, hat der Bund die benötigten Mittel freigegeben, was diesem Großprojekt einen entscheidenden Aufschwung verleiht. Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank bezeichnete den Zuschlag an eine Bietergemeinschaft unter der Leitung der Schweizer Implenia Civil Engineering GmbH als wichtigen Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur in der Region.

Die Peenebrücke hat nicht nur eine immense Bedeutung für die Anwohner, sondern auch für den Verkehr und den Tourismus auf der Insel Usedom. Durch die neue Brücke soll der Verkehrsfluss verbessert und Staus stark reduziert werden. Das Bauwerk wird eine beeindruckende Länge von 1,4 Kilometern erreichen und eine acht Meter breite, zweispurige Fahrbahn bieten. Zudem wird die lichte Höhe über dem Peenestrom 42 Meter betragen und die Pylonen werden stolze 70 Meter in die Höhe ragen.

Herausforderungen beim Bau

Doch die Freude über den vergebenen Auftrag wird durch laufende finanzielle Probleme etwas gedämpft. Laut dem NDR kann sich der Bau der Brücke aufgrund Schwierigkeiten bei der Finanzierung verzögern. Die Auftragsvergabe war in der Vergangenheit aufgrund steigender Baukosten von ursprünglich geplanten 140 Millionen Euro auf insgesamt über 500 Millionen Euro aufgebläht worden. In der gegenwärtigen Haushaltslage würde das Wirtschaftsministerium den Bund auffordern, die benötigten Mittel freizugeben, doch eine Stellungnahme aus dem Verkehrsministerium in Berlin steht noch aus.

Bürgermeister Martin Schröter äußert Besorgnis über die Verzögerungen und deren Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Die Fertigstellung der gesamten Wolgaster Ortsumgehung, die Teil des Projekts ist, ist für Ende 2028 vorgesehen, könnte jedoch durch diese finanziellen Unklarheiten gefährdet sein. Das Ziel des Projekts bleibt jedoch klar: eine verbesserte Anbindung der Autobahn 20 an Usedom sowie eine spürbare Entlastung der Wolgaster Altstadt von Verkehrslärm.

Ein Projekt mit Zukunft

Die neue Peenebrücke wird als Zügelgurtbrücke errichtet und wird, wie geplant, eine Dauernutzbarkeit ermöglichen – und das sogar ohne Brückenöffnungen für den Schiffsverkehr. Das bedeutet, dass die Schiffe jederzeit unter der Brücke hindurchfahren können. Die Brücke ist Teil einer 6,8 Kilometer langen Ortsumgehung, die den Verkehr der B 111 südöstlich an der Stadt Wolgast vorbeiführen soll. Damit wird die Verbindung zwischen der A 20, der Insel Usedom und dem Hafen- und Industriestandort Wolgast erheblich verbessert.

Im Angesicht dieser Entwicklungen bleibt abzuwarten, ob die Hindernisse bei der Finanzierung baldmöglichst aus dem Weg geräumt werden können, um dieses bedeutende Infrastrukturprojekt in die Tat umzusetzen und so die Lebensqualität und Wirtschaftlichkeit in der Region weiter zu fördern.