Unfaire Verteilung der Einnahmen: Deutschlandticket sorgt für Aufregung!

Unfaire Verteilung der Einnahmen: Deutschlandticket sorgt für Aufregung!
Im Jahr 2022 hat Mecklenburg-Vorpommern fast 2,4 Millionen Deutschland-Tickets für circa 113 Millionen Euro verkauft. Diese Zahlen stammen aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Waldmüller. Er äußert besorgt, dass die Einnahmen aus dem Ticketverkauf unzureichend ins Land zurückfließen und große überregionale Anbieter durch den Vertrieb bevorzugt werden. Vor allem die Deutsche Bahn profitiert häufig von den Ticketverkäufen, während lokale Verkehrsgesellschaften weniger profitieren.
Ein Beispiel aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim zeigt die Problematik deutlich: Von 12.000 Abonnenten haben lediglich 1.800 ihr Ticket bei der örtlichen Verkehrsgesellschaft erworben. Landrat Stefan Sternberg kritisiert die unzureichende Verteilung der Erträge, die nicht dem tatsächlichen Bedarf vor Ort gerecht werden. Trotz dieser Herausforderungen gibt die Landesregierung an, dass sie die Verluste der Verkehrsbetriebe aufgrund des Deutschlandtickets ausgleicht.
Gewinner und Verlierer im Ticketvertrieb
Die kommenden Monate könnten für eine Neuausrichtung der Einnahmenverteilung sorgen. Für Oktober 2023 ist eine Neuaufteilung geplant, die sich an den Postleitzahlen der Käufer orientieren soll und den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt. Wolfgang Waldmüller setzt sich dafür ein, dass die Landesregierung aktiv nach Lösungen sucht, die die lokalen Verkehrsanbieter angemessen in den Fokus rückt.
Darüber hinaus haben die Verkehrsministerkonferenz und die Landesregierung Beratungen zur rückwirkenden Anpassung der Einnahmenverteilung für das Jahr 2025 initiiert. Diese Initiative könnte für die Kommunen von großem Vorteil sein.
Ein weiteres Signal, dass das Thema Einnahmenverteilung ernst genommen wird, kommt aus der Politik. Die Diskussion um faire Anteile für die regionalen Anbieter ist nicht nur notwendig, sondern auch entscheidend, um eine nachhaltige Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern. Wenn wir den Blick nach vorne richten, könnte ein gerechteres System die Attraktivität des Deutschlandtickets für Einheimische und Touristen gleichermaßen erhöhen.
Bleibt abzuwarten, wie sich die Lage bis zur geplanten Neuaufteilung entwickeln wird. Der Einsatz der Politik und die Sorgen der Kommunen sind entscheidend für die Zukunft des Deutschlandtickets im Nordosten Deutschlands.