Polizist in Schwerin bei Einsatz bewusstlos getreten – zwei Täter gefasst!

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In Schwerin wurde ein Polizist in der Nacht zum 16.06.2025 bewusstlos getreten, während er einen Streit schlichten wollte.

In Schwerin wurde ein Polizist in der Nacht zum 16.06.2025 bewusstlos getreten, während er einen Streit schlichten wollte.
In Schwerin wurde ein Polizist in der Nacht zum 16.06.2025 bewusstlos getreten, während er einen Streit schlichten wollte.

Polizist in Schwerin bei Einsatz bewusstlos getreten – zwei Täter gefasst!

In der Nacht zum Samstag, den 16. Juni 2025, kam es in Schwerin zu einem erschreckenden Vorfall, der erneut die Gewalt gegen Polizeibeamte in Deutschland in den Fokus rückt. In der historischen Münzstraße wurden während eines Einsatzes zwei Polizisten aggressiv angegriffen, als sie versuchten, einen Streit innerhalb einer Gruppe von 15 bis 20 Personen zu schlichten. Ein 28-jähriger Polizist wurde dabei bewusstlos getreten, als er einen der Angreifer zu Boden brachte und sein Kopf bei dieser Auseinandersetzung gegen eine Wand gedrückt wurde. Doch nicht nur er musste einstecken – zwei weitere Beamte, 25 und 31 Jahre alt, wurden ebenfalls verletzt, als die Situation eskalierte. Dies berichten sowohl T-Online als auch die Allgäuer Zeitung.

Die Attacke begann, als die beiden Polizisten versuchten, die hitzigen Gemüter in der Gruppe zu beruhigen. Plötzlich richtete sich die Aggression gegen die Beamten selbst, die mutig versuchten, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Eine 27-jährige Streifenpartnerin des betroffenen Polizisten konnte ihm zur Hilfe eilen und weitere Angriffe abwehren. Dennoch blieb der Vorfall, der ohne Zweifel in Erinnerung bleiben wird, nicht ohne Konsequenzen. Die Gruppe zerstreute sich nach den Vorfällen, und zusätzliche Polizeikräfte wurden zur Unterstützung alarmiert.

Festnahmen und weitere Ermittlung

Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei 22-jährige Tatverdächtige identifiziert und vorläufig festgenommen. Doch die Gewalt hörte hier nicht auf: Bei ihrer Festnahme kam es erneut zu Übergriffen auf die hart arbeitenden Beamten. Nachdem die beiden Verdächtigen ihrer Festnahme widerstanden, sahen sich die Polizisten erneut mit einem Angriff konfrontiert. Die Aggression gegen die Sicherheitskräfte ist nicht neu und passt in einen traurigen Trend, denn laut einer aktuellen Bilanz des Bundeskriminalamtes (BKA) sind täglich etwa 290 Polizeibeamte in Deutschland Gewalt ausgesetzt. Im Jahr 2023 wurden rund 106.000 Beamte Opfer von Gewalttaten, ein besorgniserregender Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Ermittlungen gegen weitere, nicht identifizierte Täter dauern an. Die beiden festgenommenen Männer wurden nach Abschluss aller Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt. Die Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und tätlicher Angriffe stehen bereits in den Startlöchern. Eine fatale Entwicklung, die nicht nur in Schwerin, sondern bundesweit zu verzeichnen ist.

Eine besorgniserregende Tendenz

Die Zahlen aus dem Lagebild des BKA zeigen eine signifikante Zunahme von Übergriffen auf Polizeibeamte. Rund 85 Prozent der Gewalttaten gegen Polizeibeamte fallen in die Kategorien tätlicher Angriff und Widerstandshandlung. Zudem sind in diesem Jahr auch vermehrt Feuerwehr- und Rettungskräfte betroffen, was das Ausmaß der Gewalt in der Gesellschaft deutlich macht. Dies lässt Gewerkschaften und Politiker laut werden. Alexander Poitz von der Gewerkschaft der Polizei fordert beispielsweise bundesweite Schwerpunktstaatsanwaltschaften, während Bundesinnenministerin Nancy Faeser angekündigt hat, die gesetzliche Situation zu verschärfen und die Ausstattung von Bundespolizisten mit Tasern zu prüfen. Der Handlungsbedarf in dieser Beziehung ist unübersehbar.

Ob in Schwerin oder anderswo – die besorgniserregenden Vorfälle zeigen, dass es an der Zeit ist, die Sicherheit der Polizisten und aller Einsatzkräfte ernst zu nehmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Mehr über die Vorfälle und die steigende Gewalt gegen Polizeibeamte kann man unter den folgenden Links nachlesen: T-Online, Allgäuer Zeitung, und Tagesschau.