Malchin startet große Sanierungsoffensive in der Bahnhofsvorstadt!
In Malchin beginnen neue Sanierungsuntersuchungen in der Bahnhofsvorstadt, um Infrastruktur und Energieeffizienz zu verbessern.

Malchin startet große Sanierungsoffensive in der Bahnhofsvorstadt!
In Malchin tut sich was! Bald beginnen vorbereitende Untersuchungen für ein neues Sanierungsgebiet, das die Bahnhofsvorstadt umfasst. Dieses Areal erstreckt sich vom Bahnhof über die Bahnhofstraße bis zur Landesforstanstalt am Fritz-Reuter-Platz und hat eine Fläche von stattlichen 14 Hektar. Damit ist es größer als die bisherigen Sanierungsflächen wie die Altstadt und das Erweiterungsgebiet Altstadt, die zusammen nur 12,9 Hektar umfassen. Das geht aus einem Bericht von Nordkurier hervor.
Für Malchin bedeutet dieser Schritt eine spannende Phase der Stadterneuerung. Ziel ist es, die städtebauliche und verkehrliche Infrastruktur zu verbessern und private Eigentümer bei der Modernisierung ihrer Immobilien tatkräftig zu unterstützen. Städtebaufördermittel werden gezielt eingesetzt, um sowohl Straßen und Wege instand zu halten als auch private Sanierungen zu fördern.
Erfolgreiche Sanierungsprojekte der letzten 35 Jahre
In den letzten 35 Jahren haben private Hauseigentümer in Malchin bereits 89 Gebäude mit stolzen 3,17 Millionen Euro saniert. Besonders stadtbildprägende Häuser in der Steinstraße und an der Strelitzer Straße erstrahlen nun in neuem Glanz. In der Gesamtheit flossen seit der Wiedervereinigung beeindruckende 36,5 Millionen Euro in die Stadtsanierung. Davon kamen 23,3 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln – 16,3 Millionen Euro vom Bund und Land sowie sieben Millionen Euro als Eigenmittel der Stadt. Das größte Einzelvorhaben bildete die Sanierung des Rathauses mit 2,83 Millionen Euro.
Mit dem neuen Sanierungsgebiet in der Bahnhofsvorstadt setzt Malchin diesen erfolgreichen Weg fort und strebt eine nachhaltige Entwicklung der Innenstadt und angrenzender Quartiere an.
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP)
Ein weiterer feiner Zwirn in der Stadterneuerung ist der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP), der die energetische Sanierung von Gebäuden strukturiert plant. Malchin hat eine bunte Mischung aus historischen und neueren Gebäuden, was die Optimierung der Energieeffizienz zu einem entscheidenden Thema macht. Der iSFP, wie Energieberatung Wissen erklärt, bietet eine detaillierte Analyse des energetischen Ist-Zustands und schlägt greifbare Maßnahmen vor, die sowohl für private Eigentümer als auch für Unternehmen von Vorteil sind.
Die Vorteile für die Unternehmen sind klar: Sie können ihren Energieverbrauch senken, langfristig Kosten sparen und zudem die Attraktivität ihrer Immobilien erhöhen. Der Plan sorgt auch dafür, dass Unternehmen bei der Beantragung finanzieller Fördermittel vom Bund unterstützt werden.
Die Entwicklung des iSFP erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird eine Bestandsaufnahme der Immobilie gemacht und energetische Schwachstellen identifiziert. Darauf folgt die Ausarbeitung einer individuellen Sanierungsstrategie, die Maßnahmen wie Heizungsmodernisierung, Dämmung und die Nutzung erneuerbarer Energien umfasst. Die Flexibilität des Plans ermöglicht eine etappenweise Umsetzung, auch wenn das Budget begrenzt ist.
Darüber hinaus unterstützt der iSFP die regionale Energiewende und trägt zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei. Energetisch optimierte Gebäude sind nicht nur wirtschaftlich effizienter, sondern auch gefragter auf dem Immobilienmarkt. Malchin hat hier enormes Potenzial für nachhaltige Entwicklungen, und der iSFP ist ein Schlüssel zu zukunftsorientiertem Bauen und Modernisieren.
Auf die Bürger der Stadt kommt eine spannende Zeit zu, in der sie aktiv an der Verschönerung und Verbesserung ihres Lebensraumes mitwirken können!