Ostsee unter Druck: Aktuelle Hochwasserstände alarmieren Küstenbewohner!
Erfahren Sie die aktuellen Pegelstände an der Ostsee, einschließlich Barth, und wichtige Infos zu Sturmfluten in Mecklenburg-Vorpommern.

Ostsee unter Druck: Aktuelle Hochwasserstände alarmieren Küstenbewohner!
Am 14. August 2025 blickt Mecklenburg-Vorpommern auf die aktuellen Pegelstände der Ostsee. Die Messstationen in Städten wie Wismar, Warnemünde, Althagen und Greifswald liefern wertvolle Daten, die nicht nur für Küstenanwohner von großer Bedeutung sind, sondern auch für die gesamte Region. Laut der Ostsee-Zeitung liegen die Daten für Warnemünde bei einem mittleren Hochwasser (MHW) von 617 cm und einem mittleren Niedrigwasser (MNW) von 407 cm, basierend auf den Werten zwischen dem 1. November 2010 und dem 31. Oktober 2020. Historisch gesehen liegt der höchste Hochwasserstand bei 770 cm, erreicht am 13. November 1872. Im Gegensatz dazu wurde der tiefste Wasserstand mit 332 cm am 18. Oktober 1967 erfasst.
Doch was bedeutet das alles für die Küstenregion? Wie stark Sturmfluten an der deutschen Ostseeküste variieren können, verdeutlichen die verschiedenen Klassen der Sturmfluten. Diese reichen von einer einfachen Sturmflut ab 1,00 m über dem mittleren Wasserstand bis hin zu sehr schweren Sturmfluten, die mehr als 2,00 m über dem mittleren Wasserstand liegen. Die Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilt die Sturmfluten an der Nordseeküste in drei Kategorien ein und berichtet, dass in der aktuellen Saison 2023/2024 bereits 13 Sturmfluten verzeichnet wurden.
Historische Sturmfluten und aktuelle Risiken
Sturmfluten stellen eine erhebliche Naturgefahr in Küstengebieten dar und können durch starke Winde verursacht werden. Windstau und die spezifischen Gegebenheiten der Küstenlinie wirken sich direkt auf die Wasserstände aus. Eine Studie des Umweltbundesamtes hebt die Zyklen von Hochwasserständen hervor, die über die Jahre hinweg steigen und fallen und oft mit den Jahreszeiten und dem Küstenschutz zusammenhängen. Über die Jahre gab es Beispiele für gewaltige Sturmfluten, die nicht nur das Wasser, sondern auch das Leben vieler Menschen bedrohten.
Im Oktober vergangenen Jahres führte die letzte schwere Sturmflut zu Schäden in Höhe von rund 56 Millionen Euro. Besonders betroffen war die Stadt Sassnitz, die einen Finanzbedarf von etwa 42 Millionen Euro für die Wiederherstellung ihrer Infrastruktur melden musste. Auch der Küstenschutz erfordert Investitionen: Sechs Millionen Euro sind nötig, um die Sandverluste an Stränden und in Dünen durch künstliche Aufspülungen auszugleichen.
Präventionsmaßnahmen und Warnsysteme
Die Warnsysteme zur Hochwassergefahr sind klar strukturiert und umfassen verschiedene Kanäle. Informationen fließen über Radio, Fernsehen, Lautsprecherwagen und Sirenen, aber auch über moderne digitale Medienplattformen, Webseiten und Social Media. Jeder, der an der Küste lebt, sollte über die Warnstufen Bescheid wissen und entsprechende Vorkehrungen treffen.
Angesichts der klimatischen Veränderungen und des Anstiegs des Meeresspiegels ist es unerlässlich, die Entwicklungen genau im Blick zu behalten. Somit haben sowohl Landbewohner als auch Forscher ein gutes Händchen dafür, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Küstenregion nachhaltig geschützt bleibt.