Neues Netzwerk LebensWege in Grimmen: Helfer für Senioren gesucht!
Neues Netzwerk "LebensWege" in Grimmen gegründet, um Senioren zu unterstützen und Daseinsvorsorge in strukturschwachen Regionen zu verbessern.

Neues Netzwerk LebensWege in Grimmen: Helfer für Senioren gesucht!
In Grimmen, einer Stadt im Landkreis Vorpommern-Rügen, wurde kürzlich das Netzwerk „LebensWege“ ins Leben gerufen. Die Initiative hat sich fest vorgenommen, die Lebensqualität von Senioren und hilfsbedürftigen Menschen zu verbessern und sucht dazu dringend freiwillige Helfer aus allen Lebensbereichen. Wie NDR berichtet, wurde das Netzwerk von der Stadt Grimmen gegründet und bündelt die Kräfte verschiedener Akteure, darunter Pflegedienste, Krankenhäuser, Ärzte, Apotheken sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Ziel ist es, die medizinische und pflegerische Versorgung in strukturschwachen Regionen zu verbessern und Informationen sowie Angebote im Pflegebereich zusammenzufassen.
In einer Zeit, in der strukturschwache Regionen besonders herausgefordert sind, kommt diesem Anliegen hohe Bedeutung zu. Der Bund hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Lebensqualität in solchen Gebieten zu steigern. Laut BMFSFJ sind Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für den Ausbau der Daseinsvorsorge geplant, um ländliche Regionen attraktiver für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen zu machen.
Herausforderungen in der Pflege
Die Herausforderungen sind klar: Der Fachkräftemangel und finanzielle Engpässe belasteten die Pflegeeinrichtungen besonders in ländlichen Gebieten. Eine Umfrage des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) brachte zutage, dass viele Landkreisverwaltungen sich zwar für die Netzwerkarbeit engagieren, allerdings oft nur dann handeln, wenn gesetzliche Vorgaben bestehen. Aber auch wichtige Themen wie Wohnen, Ehrenamt und Mobilität finden in vielen bestehenden Konzepten wenig Beachtung, wie Region Gestalten feststellt.
Das Netzwerk „LebensWege“ setzt also hier an: Es soll als Knotenpunkt fungieren, um alle relevanten Informationen zusammenzuführen und einen Dialog zwischen den unterschiedlichen Akteuren zu fördern. Dies ist besonders wichtig, da laut den Umfrageergebnissen von 172 von 294 Landkreisen in Deutschland, der Mangel an Fachkräften in der Pflege und die Unzufriedenheit mit bestehenden Strukturen zu den größten Herausforderungen gehören.
Ausblick und Hoffnung auf Unterstützung
Das neue Netzwerk hofft, bis August einen Finanzantrag zu stellen und somit auch Unterstützung vom Bundesland zu erhalten. Die Ziele der Initiative sind ambitioniert und beinhalten die Entwicklung und Umsetzung eines regionalen Konzepts zur Verbesserung der Daseinsvorsorge. Gesucht werden daher nicht nur Ehrenamtliche, sondern auch kreative Ideen und Initiativen, die das Leben in Grimmen für Senioren und hilfsbedürftige Menschen schöner und einfacher machen können.
Es bleibt zu hoffen, dass das Netzwerk „LebensWege“ erfolgreich Fuß fassen kann und damit ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Region geleistet wird – ein Ziel, das auch mit den übergeordneten Programmen des Bundes, wie der GRW und dem Modellprojekt „Zukunftswerkstatt Kommunen – Attraktiv im Wandel“, wunderbar harmoniert. Schließlich brauchen unsere ländlichen Regionen auch weiterhin engagierte Menschen und nachhaltige Konzepte, um attraktiv für alle Generationen zu bleiben.