Rassistische Gesänge auf Peenefest: Polizei ermittelt gegen DJ und Gäste

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Rassistische Gesänge beim Peenefest in Demmin: Polizei ermittelt gegen DJ und Partygäste wegen Volksverhetzung.

Rassistische Gesänge beim Peenefest in Demmin: Polizei ermittelt gegen DJ und Partygäste wegen Volksverhetzung.
Rassistische Gesänge beim Peenefest in Demmin: Polizei ermittelt gegen DJ und Partygäste wegen Volksverhetzung.

Rassistische Gesänge auf Peenefest: Polizei ermittelt gegen DJ und Gäste

Rassismus auf dem Party-Parkett: In der kleinen Stadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern brodelt es momentan gewaltig. Wie die Borkener Zeitung berichtet, ermittelt die Polizei wegen eines Vorfalls, bei dem Partygäste zur Melodie von „L’amour toujours“ von Gigi D’Agostino rassistische Parolen skandierten. Unter dem Motto „Ausländer raus – Deutschland den Deutschen“ wurde ein Video des Geschehens während des Peenefests veröffentlicht, welches große Wellen schlägt.

Der DJ schien die Menge anzuheizen und animierte die Gäste zu den bedenklichen Gesängen. Jetzt sieht sich nicht nur der DJ, sondern auch unbekannte Gäste in den Fokus der Ermittlungen wegen Volksverhetzung. Die Polizei arbeitet intensiv an der Auswertung des Videomaterials und plant, Zeugen zu befragen. Bürger sind aufgefordert, weiteres Videomaterial über die Online-Wache zur Verfügung zu stellen. Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen mit diesen skandalösen Parolen, so etwa am Pfingstsamstag 2024 in einem Club auf Sylt.

Vergangenheit lässt grüßen

Der Vorfall auf Sylt, der sich am 24. Mai 2024 im Lokal „Pony“ ereignete, zeigt, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Damals sangen junge Menschen ähnliche rassistische Parolen, und ein Video des Vorfalls sorgte für großes Aufsehen in den sozialen Netzwerken. Der von der Tagesschau dokumentierte Vorfall führte zu breitem politischem Entsetzen, und sowohl die stellvertretende Ministerpräsidentin Monika Heinold, als auch weitere Politiker forderten Maßnahmen, um diesem gesellschaftlichen Problem entgegenzuwirken. Die Betreiber des Lokals sprachen Hausverbote aus und kündigten rechtliche Schritte gegen die Teilnehmer an.

Die Situation verdeutlicht, dass Rassismus kein neues Phänomen in Deutschland ist. Laut einer Analyse von Statista zeigen die Statistiken, dass im Jahr 2023 16,2 Prozent der Deutschen als fremdenfeindlich eingestuft werden können. Dies macht deutlich, dass ein besorgniserregender Trend im Umgang mit Diskriminierung und Rassismus fortbesteht.

Der Weg zur Besserung

Wieso geschehen solche Vorfälle immer wieder? Ein Blick auf die Gesellschaft zeigt, dass Diskriminierung und Rassismus oft in herablassendem Verhalten oder beleidigenden Äußerungen zutage treten, die in der Masse oft nicht geahndet werden. Was kann dagegen unternommen werden? Bildungseinrichtungen und Elternhäuser sind dringend gefragt, hier durch Aufklärung und Sensibilisierung entgegenzuwirken.

Politische Stimmen rufen nach mehr staatlichem Handeln, die FDP fordert eine verstärkte Aufklärung zu diesem Thema. Es ist klar: Der Kampf gegen rassistische Äußerungen beginnt in den Köpfen und braucht eine breite gesellschaftliche Unterstützung.

Die Entwicklungen in Demmin sind alarmierend und sollten als Weckruf für alle dienen. Denn Rassismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft, und es liegt an jedem Einzelnen von uns, sich aktiv dagegen zu stellen.