Trebelbrücke zwischen Drönnewitz und Wotenick: Sperrung wegen Schäden!

Trebelbrücke zwischen Drönnewitz und Wotenick: Sperrung wegen Schäden!
Die Trebelbrücke zwischen Drönnewitz und Wotenick wird ab sofort gesperrt. Die Hansestadt hat aufgrund erheblicher Schäden am Bauwerk sofortige Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Wie der Uckermark Kurier berichtet, ist eine vollständig zerstörte Mörtelfuge zwischen der Betonplatte und dem Stahlträger der Grund für die Dringlichkeit dieser Maßnahme.
Die Brücke wurde umgehend gesperrt, und der Bauhof der Stadt führt die notwendigen Schließungsarbeiten durch. Dies bedeutet, dass die Durchfahrt von Fahrzeugen jeglicher Art nicht mehr möglich ist. Interessanterweise wird in den kommenden Tagen eine Notreparatur durch Stadthandwerker vorgenommen. Nach dieser Instandsetzung wird die Brücke jedoch nur noch von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von weniger als sechs Tonnen befahrbar sein. Ein spezielles Sperrsystem wird installiert, um diese Gewichtsbeschränkung durchzusetzen.
Ein bundesweites Problem
Die Situation ist jedoch nicht nur lokal. Deutschland kämpft mit einem enormen Sanierungsstau bei maroden Brücken. Laut einer Studie der Organisation Transport & Environment (T&E) sind etwa 16.000 Brücken in Bundeshand baufällig und dringend sanierungsbedürftig. Dies hat zur Folge, dass noch mehr Brücken in naher Zukunft Sperrungen und Einschränkungen durchleben müssen. Beispiele für diese besorgniserregende Entwicklung sind die Ringbahnbrücke auf der A100 in Berlin sowie der dramatische Sturz der Carolabrücke in Dresden in die Elbe im September 2024, wie die taz berichtet.
Die Studie hebt hervor, dass vor allem Brücken aus den 1970er Jahren und früher oft auf geringere Belastungen ausgelegt waren und mittlerweile ihre Lebensdauergrenzen erreicht haben. Der Sanierungsbedarf ist also nicht nur aktuell, sondern ein langfristiges Thema, das tief in der Infrastrukturpolitik verwurzelt ist. Auch die Verkehrsinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern ist von diesem Problem betroffen.
Folgen für die Verkehrsinfrastruktur
Das Thema der Brückensanierung betrifft nicht nur lokale Gegebenheiten, sondern hat auch weitreichende wirtschaftliche Implikationen. Stau und Umleitungen verursachen Kosten, die letztlich durch die gesamte Gesellschaft getragen werden. Ein Bericht von baukram.de verdeutlicht: Über 12 % der Brücken im Bundesfernstraßennetz gelten als „nicht ausreichend“ oder sind in einem noch schlechteren Zustand. Die hohen Belastungen durch den Schwerlastverkehr und die sich verschlechternden klimatischen Bedingungen beschleunigen den Verfall vieler dieser Bauwerke.
Im Jahr 2023 wurden über 2.500 Brückenprojekte für die Instandsetzung oder den Neubau veranschlagt, mit Gesamtkosten von über 12 Milliarden Euro. Der Bund hat erkannt, dass es an der Zeit ist, mehr Mittel für die Brückensanierung bereitzustellen, doch viele Kommunen fühlen sich mit diesem Sanierungsstau allein gelassen. Der Druck auf die Behörden, sowohl lokal als auch national, steigt.
Die Sperrung der Trebelbrücke ist daher ein weiterer Weckruf, diesmal für die Hansestadt und für alle betroffenen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Mit einem guten Händchen in der Planung und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen könnte es gelingen, solch unausweichliche Sperrungen in Zukunft zu verringern und die Brückeninfrastruktur auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben.