EHEC-Alarm in Vorpommern: Vier Kinder kämpfen ums Überleben!

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In Vorpommern sind vier Kinder an EHEC erkrankt. Ermittlungen zur Infektionsquelle laufen. Hygieneregeln sind entscheidend.

In Vorpommern sind vier Kinder an EHEC erkrankt. Ermittlungen zur Infektionsquelle laufen. Hygieneregeln sind entscheidend.
In Vorpommern sind vier Kinder an EHEC erkrankt. Ermittlungen zur Infektionsquelle laufen. Hygieneregeln sind entscheidend.

EHEC-Alarm in Vorpommern: Vier Kinder kämpfen ums Überleben!

Im Landkreis Vorpommern-Rügen gibt es besorgniserregende Neuigkeiten: Insgesamt vier nachweisbare EHEC-Infektionen sind bisher bestätigt, zwei davon betreffen Kinder aus Rostock, während ein weiteres Kind aus Baden-Württemberg behandelt wird. Auch ein einheimisches Kind gehört zu den Betroffenen. Alle vier sind noch in der Altersgruppe der Kinder, die besonders anfällig für diese Art von hohen Belastungen sind.

Die Symptome traten nach dem 18. August auf. Laut Berichten eines betroffenen Vaters äußerten sich die Erkrankungen in Form von Erbrechen und Durchfall. Aktuell erhalten drei der betroffenen Kinder eine intensivmedizinische Behandlung, wobei bei zweien sogar eine Dialyse notwendig wurde aufgrund von Nierenversagen. Die Ermittlungen zur genauen Infektionsquelle laufen auf Hochtouren, denn der Ursprung der EHEC-Bakterien ist oft ein Rätsel.

Hygieneregeln zur Prävention

Die EHEC-Bakterien, die zur Gruppe der enterohämorrhagischen Escherichia coli gehören, können durch unzureichend gekochtes Fleisch und ungewaschenes, rohes Gemüse übertragen werden. Diese Bakterien kommen vor allem im Darm von Wiederkäuern vor, was bedeutet, dass Tiere selbst nicht erkranken, aber doch Träger von Keimen sein können. Gesundheitsbehörden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung, empfehlen daher, Rohkost gründlich abzuwaschen.
Greift man zu frischen Lebensmitteln, sollte man beim Umgang äußerst vorsichtig sein. Hände müssen vor der Zubereitung gründlich gewaschen und rohe Lebensmittel getrennt von anderen Lebensmitteln verarbeitet werden. Auch die Verwendung verschiedener Koch- und Serviergegenstände ist ratsam.

Besonders Kinder unter fünf Jahren sowie ältere oder immunsupprimierte Personen sind gefährdet und sollten einige Lebensmittel, wie Rohmilch und zu Unrecht zubereitete Rindfleischprodukte, meiden. Das Robert Koch-Institut rät eindringlich, Hygienemaßnahmen in Gemeinschaftseinrichtungen und beim Umgang mit Lebensmitteln zu beachten, um die Verbreitung von EHEC und HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom) zu verhindern. Bereits bei den ersten Symptomen wäre eine mikrobiologische Untersuchung angezeigt, um rechtzeitig zu handeln.

Die Symptome und Risiken

Die Symptome einer EHEC-Infektion sind unterschiedlich in ihrer Ausprägung. Zum einen gibt es milde Verläufe, während in schweren Fällen hämorrhagische Kolitis und HUS auftreten können. Diese schweren Verläufe sind der Albtraum einer jeden Familie.

Die Bakterien führen nicht nur zu den typischen Symptomen wie Durchfall und Erbrechen, sondern sie können auch das innere Organ, insbesondere die Nieren, beeinträchtigen. Daher ist es nicht überraschend, dass zwei der Kinder zur Dialyse mussten und sich bereits auf der Intensivstation befinden.

Die betroffenen Kinder legen das Augenmerk auf die größte Gruppe der Verwundbaren: Kinder, die häufig auch die Symptome von EHEC nicht klar äußern können. Aktionen zur Sensibilisierung sind dringend gefragt, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten über die Risiken informiert sind und die notwendigen Hygienemaßnahmen ergriffen werden.

In den kommenden Tagen wird mit Spannung verfolgt, wie die Ermittlungen zur Infektionsquelle weiter verlaufen und welche weiteren Maßnahmen zur Prävention ergriffen werden können, um zukünftige Ausbrüche zu verhindern. Das NDR wird die Situation weiterhin genau beobachten und über alle Entwicklungen informieren.