Hautkrebs-Epidemie in MV: Tausende müssen sich schützen!

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet 2023 hohe Hautkrebszahlen. Experten warnen vor UV-Strahlung und geben Schutzempfehlungen.

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet 2023 hohe Hautkrebszahlen. Experten warnen vor UV-Strahlung und geben Schutzempfehlungen.
Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet 2023 hohe Hautkrebszahlen. Experten warnen vor UV-Strahlung und geben Schutzempfehlungen.

Hautkrebs-Epidemie in MV: Tausende müssen sich schützen!

Der Umgang mit Sonnenstrahlung ist ein heißes Thema in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere angesichts der alarmierenden Zahl an Hautkrebsfällen, die weiter ansteigen. Laut Wir sind Müritzer sind im Jahr 2023 etwa 41.700 Menschen wegen weißem Hautkrebs und rund 7.800 Menschen mit malignem Melanom (schwarzer Hautkrebs) in Behandlung gewesen. Diese Zahlen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Gefahr von Hauterkrankungen nicht unterschätzt werden darf.

Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der Barmer, warnt eindringlich vor einem sorglosen Umgang mit der Sonne, insbesondere jetzt, wo die Intensität der ultravioletten Strahlung rekordverdächtige Höchstwerte erreicht hat. „Gerade Kinder sind besonders gefährdet“, erklärt er weiter, „denn ihre Haut ist dünner und empfindlicher.“ Die Empfehlungen für Eltern sind deutlich: Achten Sie auf den Sonnenschutz, meiden Sie die direkte Sonne zur Mittagszeit und stellen Sie sicher, dass Ihre Kinder lange Kleidung tragen und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Besonders Babys unter einem Jahr sollten nicht in die Sonne, da ihre Haut sehr empfindlich ist.

Die Unsichtbare Gefahr

Ultraviolette Strahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar und hat keinen fühlbaren Reiz. Diese Unsichtbarkeit trägt zur Unterschätzung der Gefahren bei, was tragische Folgen haben kann. Bereits 15 Minuten Sonneneinstrahlung auf Gesicht und Arme reichen für die Produktion von Vitamin D, doch auch an bewölkten Tagen gelangen ausreichend UV-Strahlen auf die Haut. Aktivitäten im Freien sollten daher vorzugsweise in den Morgen- oder späten Nachmittagsstunden stattfinden.

Im Zuge des Klimawandels, der zu einem Anstieg der Sonnenscheindauer führt, steigt auch das Risiko für Hautkrebs in Deutschland kontinuierlich an. Wie Infoportal Hautkrebs berichtet, zeigte die Anzahl der Krankenhausaufenthalte wegen Hautkrebs 2021 einen Anstieg auf 105.700 Fälle, was einem Anstieg von fast 75 % in den letzten 20 Jahren entspricht.

Richtige Vorbeugung ist wichtig

Um bestmöglich vor Hautkrebs zu schützen, sind einige Maßnahmen entscheidend. Der UV-Index wird täglich vom Deutschen Wetterdienst veröffentlicht und gibt an, wie hoch die Strahlenbelastung ist. Je höher der Index, desto dringender ist der richtige Sonnenschutz gefragt. Zusätzlich sollten Städte und Gemeinden mehr Schattenplätze schaffen, um den Menschen eine sichere Erholung im Freien zu ermöglichen.

Schlussendlich bleibt es wichtig, die eigene Haut zu schützen und proaktive Maßnahmen zu ergreifen. Häufigste bösartige Tumoren sind das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, während das maligne Melanom eine schwerwiegendere Form darstellt. Mit gesunden Lebensgewohnheiten und einem bewussten Umgang mit der Sonne können wir das Risiko senken und unsere Haut langfristig schützen.

In diesem Sinne: Auf die eigene Gesundheit achten und die Sonne in Maßen genießen!