Deutschland gewinnt bei WEURO 2025: Fairplay-Diskussion nach 2:1-Sieg!

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Deutschland gewinnt gegen Dänemark 2:1 bei der WEURO 2025 in Basel. Diskussionen über Fairplay und Menschenrechte folgen.

Deutschland gewinnt gegen Dänemark 2:1 bei der WEURO 2025 in Basel. Diskussionen über Fairplay und Menschenrechte folgen.
Deutschland gewinnt gegen Dänemark 2:1 bei der WEURO 2025 in Basel. Diskussionen über Fairplay und Menschenrechte folgen.

Deutschland gewinnt bei WEURO 2025: Fairplay-Diskussion nach 2:1-Sieg!

Ein spannendes Fußballspiel bei der WEURO 2025 in Basel sorgte am 9. Juli für Aufregung und Diskussionen über Fairplay. Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft setzte sich nach einem Rückstand von 0:1 gegen Dänemark mit 2:1 durch. Entscheidend war das Siegtor von Lea Schüller in der 66. Minute, doch der Weg dorthin war für viele Zuschauer und Spieler*innen alles andere als klar. Dänemarks Emma Snerle lag während des Treffers verletzt am Boden, was Fragen über die Verantwortung der Schiedsrichterin Catarina Campos aufwarf. Trotz der offensichtlichen Notlage von Snerle wurde das Spiel nicht unterbrochen, was die dänische Spielerin Amalie Vangsgaard zu scharfer Kritik führte. Im Stadion verfolgten 34.165 Zuschauer die Partie, ein neuer Rekord für ein Gruppenspiel bei einer Frauen-EM, ausgenommen der Gastgeberländer, wie nau.ch berichtet.

Doch die Diskussion über Fairplay geht über das Spiel hinaus. Im Vorfeld der WEURO spielte das Thema Menschenrechtsverletzungen eine zentrale Rolle. Sylvia Schenk von Transparency International Deutschland hebt den Fortschritt in Deutschland hervor; der bestehende Menschenrechtsbeirat der UEFA soll sicherstellen, dass Werte wie Demokratie, Respekt und Gleichheit nicht nur in den Statuten, sondern auch in der Praxis gelebt werden. Als Vorbild dient die Männer-EM 2024, für die eine ähnliche Erklärung zur Menschenrechtslage unterzeichnet wurde. Dies wird jetzt auch für die Frauen-EM 2025 in der Schweiz angestrebt, wo unter anderem eine Turnier-App für Beschwerden über Menschenrechtsverletzungen eingerichtet wurde, wie die Deutsche Welle berichtet.

Der lange Weg zur Gleichstellung

Der Frauenfußball hat in Deutschland eine lange und oft steinige Geschichte hinter sich. Bis 1970 war er im Deutschen Fußball-Bund (DFB) verboten. Der Sieg des TuS Wörrstadt 1974 in der ersten offiziellen Frauenfußball-Meisterschaft war ein entscheidender Wendepunkt. Spielerinnen wie Bärbel Wohlleben, die mit einem 25-Meter-Tor Geschichte schrieb, verdeutlichen den symbolischen Kampf um Gleichstellung und Anerkennung im Sport. Dennoch bleibt die Realität im Fußball oft hinter diesen Fortschritten zurück: Bis heute erhalten Fußballerinnen im DFB unterschiedliche Prämien im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, die oft sogar während großer Turniere wie der Weltmeisterschaft in weit geringerem Maß honoriert werden, wie die SWR dokumentiert.

Für die kommende Frauen-EM 2025 gibt es jedoch einige positive Veränderungen. So sollen die Spielerinnen im Falle eines Titels 120.000 Euro erhalten, eine Verdopplung im Vergleich zur vorherigen EM. Gleichzeitig plant der DFB, bis 2027 die Anzahl aktiver Spielerinnen sowie Trainerinnen und Schiedsrichterinnen um 25% zu erhöhen. In Gremien und Kommissionen strebt man einen Frauenanteil von mindestens 30% an. Diese Entwicklungen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um die Gleichstellung im Fußball weiter voranzutreiben.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Fußball als Plattform für gesellschaftliche Veränderung dienen kann. Die Herausforderungen sind groß, wie die jüngsten Diskussionen um Fairplay und Menschenrechte zeigen. Doch der Wille und die Realität, Gleichstellung und Respekt im Sport zu fördern, scheinen stärker denn je ausgeprägt zu sein. Es bleibt spannend, wie sich die kommenden Spiele und die Arbeit der Verbände entwickeln werden.