Bergung des gesunkenen Fischkutters Rudolf Virchow erfolgt erfolgreich!

Die Bergung des historischen Fischkutters "Rudolf Virchow" in Stralsund erfolgt nach dem Sinken im Mai 2025. Gründe und weitere Details folgen.

Die Bergung des historischen Fischkutters "Rudolf Virchow" in Stralsund erfolgt nach dem Sinken im Mai 2025. Gründe und weitere Details folgen.
Die Bergung des historischen Fischkutters "Rudolf Virchow" in Stralsund erfolgt nach dem Sinken im Mai 2025. Gründe und weitere Details folgen.

Bergung des gesunkenen Fischkutters Rudolf Virchow erfolgt erfolgreich!

Am Abend des 15. Juli 2025, einige Wochen nach dem Untergang des historischen Fischkutters „Rudolf Virchow“, wurde das Schiff erfolgreich angehoben. Der Kutter sank Ende Mai im Fischereihafen von Dänholm im Strelasund und lag seither schräg auf dem Grund des Wassers. Wie NDR berichtet, wurde die Bergungsaktion von Experten durchgeführt, die taucherisch Gurte am Bug und Heck des Schiffs anbrachten, um es wieder aufzurichten und zu entleeren.

Die Bergung stellte sich als aufwändig heraus, da Taucher unter Wasser arbeiten mussten und ein Schwimmkran zum Einsatz kam. Der Bereich um das gesunkene Schiff wurde abgesperrt, um die Sicherheit während der Arbeiten zu gewährleisten. Nachdem das Wasser aus dem Rumpf des Kutters abpumpt wurde, fand eine fachgerechte Entsorgung des verunreinigten Wassers statt, das unter anderem Diesel enthielt und bereits den Stralsunder Stadthafen erreichte. Diese Umweltschäden führten zu einem Verfahren gegen unbekannt, das wegen der Gewässerverunreinigung eingeleitet wurde, wie auch Ostsee-Zeitung hervorhebt.

Ein Stück Geschichte im Wasser

Die „Rudolf Virchow“, 1952 in der Boots- und Reparaturwerft Barth erbaut und unter der Bezeichnung STR 171 bekannt, war einer der letzten Fischkutter der DDR-Fischfangflotte. Sie wurde Jahre später privatisiert und war bis zu ihrem Untergang in Betrieb. Der Eigner des Schiffes ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt, was die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei kompliziert. Dem Schiff wird jedoch eine besondere Bedeutung zugeschrieben, da es als historischer Zeuge der lokalen Fischereigeschichte gilt.

In der Region war die Fischerei lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftszweig, doch die Bedingungen haben sich geändert. Die Fangmengen, besonders bei Krabben, gehen stetig zurück, während die Kosten durch hohe Treibstoffpreise steigen. Thünen-Institut berichtet, dass die Zahl der registrierten Krabbenkutterbetriebe seit Jahren abnimmt. Nur noch rund 160 Krabbenkutter sind aktuell aktiv, und viele dieser Schiffe sind bereits über 40 Jahre alt.

Zukünftig wird die „Rudolf Virchow“ in der Volkswerft zerlegt und verschrottet. Die genaue Ursache für den Unglücksfall bleibt weiterhin unklar, und die Ermittlungen dazu sind in vollem Gange. In dieser Zeit bleibt auch die Diskussion über die aktuelle Situation und zukünftige Herausforderungen in der Fischerei in der Region lebhaft und brisant.