Wasserversorgung in Vorpommern: Bereiten Sie sich auf Einschränkungen vor!

In Eggesin kommt es ab dem 2. September zu Einschränkungen der Wasserversorgung. Haushalte sollten Wasser bevorraten.

In Eggesin kommt es ab dem 2. September zu Einschränkungen der Wasserversorgung. Haushalte sollten Wasser bevorraten.
In Eggesin kommt es ab dem 2. September zu Einschränkungen der Wasserversorgung. Haushalte sollten Wasser bevorraten.

Wasserversorgung in Vorpommern: Bereiten Sie sich auf Einschränkungen vor!

In der kommenden Woche müssen sich die Bewohner einiger Gemeinden in Vorpommern auf Einschränkungen bei der Wasserversorgung einstellen. Der Wasser- und Abwasser-Verband Ueckermünde hat angekündigt, dass zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität das Rohrnetz gereinigt wird. Diese wichtige Maßnahme betrifft insbesondere die Ortslagen Leopoldshagen, Mönkebude und Grambin.

Die Arbeiten beginnen täglich um 7.30 Uhr und enden um 17.30 Uhr. Besonders wichtige Wartungstermine stehen bereits fest. So wird am Dienstag, den 2. September, in Leopoldshagen gearbeitet, gefolgt von Mönkebude am Mittwoch und Donnerstag, dem 3. und 4. September, und schließlich am Freitag, den 5. September, in Grambin. Je nach Ablagerungen in den Leitungen kann es jedoch zu Abweichungen im Zeitplan kommen, was die Anwohner in besonderem Maße beachten sollten.

Aufruf zur Bevorratung von Trinkwasser

Die Verantwortlichen bitten alle Haushalte in diesen Gebieten eindringlich, für ausreichend Trinkwasser zu sorgen. Während der Spülungen kann es zu Druckschwankungen und vorübergehenden Trübungen des Wassers kommen. Diese Eintrübungen sind, wie der Verband ausdrücklich betont, hygienisch unbedenklich und stellen keine Gesundheitsgefährdung dar. Druckabhängige Geräte, wie Wasch- und Geschirrspülmaschinen, sollten während der Wartungsarbeiten nicht in Betrieb genommen werden; WC-Spülungen können jedoch weiterhin benutzt werden. Ein Schließen der Hausanschlüsse ist dabei nicht vonnöten.

Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Managementsystems für die Trinkwasserversorgung, das unter anderem auf dem Konzept des Water Safety Plan (WSP) basiert, welches die WHO 2003 offiziell einführte. Ziel dieser Strategie ist es, die Wasserqualität vom Einzugsgebiet bis zum Zapfhahn zu gewährleisten. Hierbei spielt auch die regelmäßige Durchführung von Qualitätskontrollen eine zentrale Rolle, um potenzielle Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Signal zur Wahrnehmung von Sorgfaltspflichten

Das Umweltbundesamt hebt hervor, dass ein Water Safety Plan nicht nur in der Trinkwasserversorgung von Bedeutung ist, sondern auch das Verständnis für die Sorgfaltspflichten bei der Wasserqualität stärkt. Um potentielle Risiken zu managen, sollte zunächst ein WSP-Team gebildet werden, das systematisch die Risiken und Gefahren im Wasserversorgungsprozess analysiert. Dabei wird auf präventive Maßnahmen gesetzt, die auch in den DIN-EN 15975-2 aufgegriffen wurden.

Die Kombination aus vorausschauenden Wartungsarbeiten und dem durchdachten WSP-Konzept zielt darauf ab, die Wasserversorgung in der Region langfristig zu sichern und zu verbessern. Auch wenn die kurzfristigen Maßnahmen zunächst Unannehmlichkeiten mit sich bringen, so zählen sie doch zu den sinnvollen Schritten, um die Qualität des Trinkwassers nachhaltig zu gewährleisten.

Für Rückfragen steht die Betriebsstelle der GKU in Eggesin jederzeit zur Verfügung, unter der Telefonnummer 039779 / 2920.