Greifswalder Paar verliert 75.000 Euro an WhatsApp-Betrüger!

Greifswalder Paar verliert 75.000 Euro an WhatsApp-Betrüger!
Ein Grauen, das in der digitalen Welt immer wieder aufpoppt: Ein Paar aus Greifswald hat über 75.000 Euro an skrupellose Onlinebetrüger verloren. Die Ganoven gaben sich als Finanzexperten aus und lockten das Paar über WhatsApp-Gruppen in ihre betrügerischen Netze. Wie ndr.de berichtet, wurde der Mann durch eine Finanz-App dazu verleitet, angebliche Investitionen in bekannte Aktien zu verfolgen.
Die Taktik der Betrüger ist perfide: Über mehrere Wochen wurde der Greifswalder dazu gedrängt, Geld auf ausländische Konten zu überweisen, stets im Versprechen, mit den Mitteln in Aktien zu investieren. Doch als die versprochenen Auszahlungen ausblieben, wurde die bittere Wahrheit offenbar. Die Kriminalpolizei hat mittlerweile Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen und warnt vor der zunehmenden Nutzung sozialer Medien und Messenger-Dienste für derartige Machenschaften.
Die Masche der Betrüger
Diese beeindruckende Machenschaft ist nicht einmal ein Einzelfall. Wie die Polizei Dortmund aufzeigt, kommen solche Betrüger oftmals über sogenannte Handelsseminare, die über Plattformen wie Instagram oder TikTok beworben werden. Teilnehmer finden sich in WhatsApp-Gruppen mit bis zu 80 Personen wieder, wo sich oft als „Finanzexperte“ titulierte Täter als vermeintliche Profis präsentieren und Vertrauen aufbauen.
Nachdem einige kleine Erfolge erzielt wurden, wird der Druck auf die Teilnehmer erhöht, größere Beträge in Krypto, Aktien oder Rohstoffe zu investieren. Das Geld fließt dabei oft auf fremde Konten oder in gefälschte Krypto-Wallets, während die angeblichen Gewinne nichts weiter als eine Illusion sind. Bekannte Fake-Plattformen wie SnutX oder TWAAO sind dabei nur einige Beispiele, um die Fallstricke dieses modernen Betrugs zu verdeutlichen.
Was tun bei Verdacht?
Die Polizei empfielt dringend, bei verdächtigen Angeboten skeptisch zu sein. Ein weiteres Zeichen zur Wachsamkeit sind die oft sehr professionell auftretenden Täter. Diese geben sich nicht nur als erfahrende Berater aus, sondern nutzen auch Chatbots und KI, um ihre Falschinformationen zu verbreiten. Es ist ratsam, niemals Geld an Unbekannte zu überweisen oder sensible Daten preiszugeben. Wer bedroht wird oder Verdacht schöpft, sollte umgehend eine Anzeige erstatten, sei es online oder direkt bei der nächstgelegenen Polizeistelle.
In diesen Tagen, da Online-Betrug blüht und gedeiht, bleibt nur zu hoffen, dass Vorfälle wie der des Greifswalder Paares als Warnung dienen. Der digitale Raum kann ein gefährlicher Ort sein, und Vorsicht ist der beste Schutz.