600 Jahre Brüeler Schützengilde: Sport, Tradition und Leidenschaft!

600 Jahre Brüeler Schützengilde: Sport, Tradition und Leidenschaft!
Die Brüeler Schützengilde feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum – stolze 600 Jahre Vereinsgeschichte, gelebte Traditionen und sportliche Erfolge. Gegründet im Jahr 1425, ist die Gilde eine der ältesten Schützengesellschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Ursprünglich als Bürgerwehr zum Schutz der Stadt ins Leben gerufen, hat sie sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Sportverein entwickelt, der einen klaren Fokus auf Gemeinschaft und sportliche Betätigung legt, wie SVZ berichtet.
Heute umfasst das Sportangebot der Gilde ein breites Spektrum: Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkaliber, Großkaliber, Bogen, Armbrust, Trap- und Tontaubenschießen stehen auf dem Programm. Doch nicht nur Erwachsene sind aktiv – auch die Jugend wird gefördert. Ab dem 12. Lebensjahr dürfen Kinder mit Luftgewehr oder Bogen trainieren, während für Kleinkaliber und Trap die Mindestgrenze bei 14 Jahren liegt. Leistungsschützen trainieren regelmäßig zwei bis vier Mal pro Woche, und ein gutes Team von etwa 14 bis 15 Jugendlichen engagiert sich in gemeinsamen Aktivitäten und Wettbewerben.
Tradition und Gemeinschaft
Der Geist der Tradition wird in der Gilde großgeschrieben. Königsschießen und Kanonenschießen sind feste Bestandteile des Vereinslebens und heben die Wurzeln des Schützenwesens hervor. Diese Bräuche sind tief in der Geschichte der Gilde verankert und locken nicht nur Mitglieder, sondern auch Besucher zu den festlichen Anlässen, wie sie auf Rudower Schützen erklärt werden.
Die Brüeler Schützen haben nicht nur bei regionalen Wettkämpfen ein gutes Händchen bewiesen und diverse Landesmeistertitel im Luftgewehr gewonnen, sondern auch auf nationaler und internationaler Ebene, etwa in Italien, Frankreich und Ungarn, teilgenommen. Dabei stehen nicht nur die sportlichen Leistungen im Vordergrund, sondern auch das Zusammensein, Ausflüge und gesellige Abende stärken den Gemeinschaftssinn innerhalb der Gilde.
Historischer Rückblick
Die Gilde hat eine bewegte Geschichte, die von Höhen und Tiefen geprägt ist. Während der NS-Zeit wurde sie verboten, in der DDR aufgelöst, bis schließlich am 2. Mai 1990 die Neugründung stattfand. Bis heute ist der Verein im Stadtleben aktiv und beteiligt sich an Stadtfesten sowie feierlichen Aufmärschen. Die Geschichte der Brüeler Schützengilde, einschließlich der Schützenzunftordnung von 1776 mit ihren 29 Artikeln, wurde umfassend aufgearbeitet und ist im Buch „Schützen Mecklenburg Vorpommern Teil II“ nachzulesen, wie auf Breler Schützengilde detailliert dargestellt.
Ein wichtiger Punkt in der Gildegeschichte ist auch die Erneuerung der Vogelstange im Jahr 1742, die ein bedeutendes Symbol für den Schießsport darstellt. Im Verlauf der Jahrhunderte nahmen die Brüeler Schützen an wichtigen historischen Ereignissen teil, darunter die Freiheitskriege von 1813 bis 1815 und zentrale Feste wie das 200-jährige Jubiläum der Sternberg Schützenzunft 1855. Heute jedoch schießen die Mitglieder nicht mehr auf Feinde, sondern tummeln sich in ihrem sportlichen Wettkampf um hölzerne oder gipsene Vögel.
So verbindet die Brüeler Schützengilde Sport und Tradition, und es scheint, als läge ihr auch weiterhin viel daran, junge Menschen für den Schießsport zu begeistern und die Traditionen lebendig zu halten. Ein Blick in die nächsten Jahre verspricht, dass diese lebendige Gilde auch in Zukunft eine feste Größe in der Gemeinschaft bleibt.