Fahrraddemo in Brüssow: Aktivisten fordern Verkehrswende für Land!

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Fahrraddemo am 20. Juli in Brüssow: Aktivisten fordern soziale Mobilität und bessere Radwege nach Löcknitz. Jetzt teilnehmen!

Fahrraddemo am 20. Juli in Brüssow: Aktivisten fordern soziale Mobilität und bessere Radwege nach Löcknitz. Jetzt teilnehmen!
Fahrraddemo am 20. Juli in Brüssow: Aktivisten fordern soziale Mobilität und bessere Radwege nach Löcknitz. Jetzt teilnehmen!

Fahrraddemo in Brüssow: Aktivisten fordern Verkehrswende für Land!

In der Uckermark wird am Sonntag, den 20. Juli, eine spannende Fahrraddemonstration stattfinden, die ganz im Zeichen einer nachhaltigen Verkehrswende steht. Unter dem Motto „Für eine soziale und klimagerechte Mobilitätswende – jetzt!“ ruft die VCD-Regionalgruppe Uckermark dazu auf, mit dem Rad für bessere Mobilitätskonzepte auf dem Land zu demonstrieren. Der Startschuss fällt um 14:00 Uhr auf dem Markt in Brüssow, bevor eine Route über Menkin nach Löcknitz eingeschlagen wird und eine Zwischenkundgebung mit Infostand geplant ist, die gegen 15:00 Uhr stattfinden wird.

Nach der Durchfahrt durch den ländlichen Raum führt die Rückfahrt über Bergholz und Grimme zurück zum Kulturhaus-Kino in Brüssow, wo um ca. 17:00 Uhr auch eine neue Radstation eingeweiht wird. Die Teilnehmer:innen sollten sich darauf einstellen, dass es auf einigen Straßenabschnitten, besonders auf der B104 zwischen Löcknitz und Brüssow, zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Die Veranstaltung ist offen für alle, eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig und das Tempo ist familienfreundlich.

Hintergründe zur Mobilität auf dem Land

Laut dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) ist die Mobilität in ländlichen Regionen ein wichtiges Thema. Kürzlich wurde ein Handlungsleitfaden mit dem Titel „Nachhaltig mobil in ländlichen Räumen“ veröffentlicht, der praxisnahe Beispiele für innovative Verkehrskonzepte aus verschiedenen deutschen Regionen enthält. Patrick Schnieder, der Bundesverkehrsminister, hebt hervor, dass in einer realitätsnahen Verkehrspolitik die Bedürfnisse sowohl der Stadtbewohner als auch der ländlichen Bevölkerung Berücksichtigung finden müssen. In ländlichen Gebieten ist das Auto oft das hauptsächliche Fortbewegungsmittel, was die Dringlichkeit zeigt, alternative Verkehrslösungen zu fördern.

Hierbei spielt die Multimodalität, also die Auswahl verschiedener Verkehrsmittel, und die Intermodalität, die Verknüpfung dieser, eine entscheidende Rolle. Vorgeschlagen werden unter anderem regelmäßige Busverbindungen, Bürgerbusse, und die Erweiterung von Car- und Fahrrad-Sharing-Angeboten. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau von Radwegen und der Förderung öffentlicher Verkehrsmittel.

Nachhaltigkeit im Verkehr

Das Thema nachhaltige Mobilität ist nicht nur lokal, sondern auch global von Bedeutung. Mobilität fördert die Teilhabe und den wirtschaftlichen Austausch, sie trägt jedoch auch zur Umweltbelastung bei. Der motorisierte Verkehr in Deutschland verantwortlich für etwa ein Fünftel der Treibhausgasemissionen, und die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Emissionen bis 2030 erheblich zu reduzieren. Langfristig strebt man eine Treibhausgasneutralität bis 2045 an, was ambitionierte Maßnahmen erfordert.

Das Umweltbundesamt betont, dass eine umfassende Verkehrstrategie entwickelt werden muss, die sowohl technische als auch nicht-technische Lösungen berücksichtigen sollte. Dafür sind wirtschaftliche Anreize und eine kluge Siedlungs- sowie Verkehrsplanung essenziell, um ein umweltfreundlicheres Verkehrssystem zu erreichen.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie die zukünftige Entwicklung der Mobilität in ländlichen Gebieten gestaltet wird. Die Fahrraddemonstration in Brüssow ist ein Schritt in die richtige Richtung – ein Appell für Veränderung und ein Zeichen, dass die Menschen vor Ort die Weichen für umweltfreundliche Verkehrskonzepte stellen wollen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sind auf der Webseite des VCD erhältlich.