Neuer Übergangschef für Landgestüt Redefin: Ein Kampf um die Zukunft!

Matthias Munz wird Interimsgeschäftsführer des Landgestüts Redefin. Wichtige Entscheidungen über die Zukunft stehen an.

Matthias Munz wird Interimsgeschäftsführer des Landgestüts Redefin. Wichtige Entscheidungen über die Zukunft stehen an.
Matthias Munz wird Interimsgeschäftsführer des Landgestüts Redefin. Wichtige Entscheidungen über die Zukunft stehen an.

Neuer Übergangschef für Landgestüt Redefin: Ein Kampf um die Zukunft!

Ein frischer Wind weht über das Landgestüt Redefin. Am vergangenen Mittwoch wurde Matthias Munz aus Lübtheen zum neuen Interimsgeschäftsführer ernannt. Er tritt die Nachfolge der bisherigen Geschäftsführerin an, die aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) gab bekannt, dass Munz bis zur dauerhaften Neubesetzung der Geschäftsführung tätig sein wird und hat gleichzeitig den Druck auf das Landgestüt verstärkt, das in den letzten Jahren wegen defizitärer Bilanzen unter Beschuss steht. Laut svz.de belaufen sich die jährlichen Verluste auf etwa 1,8 Millionen Euro. Besonders die Bereiche Reit- und Fahrschule, Deckstation, Hengsthaltung und Verkauf sind hiervon betroffen.

Über die letzten eineinhalb Jahrzehnte erhielt das Gestüt insgesamt 41 Millionen Euro Staatsgelder zur Deckung laufender Kosten sowie 27 Millionen Euro für Investitionen. Unsicherheiten um den Fortbestand des Landgestüts wurden durch die Forderungen des Bundes der Steuerzahler laut, das Gestüt zu verkaufen. Minister Backhaus hingegen betonte, dass ein Verkauf des Ensembles „nicht zur Debatte stehe“, während er gleichzeitig selbst eine Neuausrichtung des Betriebs forciert.

Die Suche nach einer Lösung

Aktuell wird ein neues Betreibermodell geprüft, was in der Pferde-Community auf harsche Kritik stößt. Ein Auswahlverfahren für einen neuen Betreiber wird noch in diesem Monat gestartet, doch bis zur endgültigen Entscheidung kann es noch bis Mitte 2026 dauern. Munz selbst bringt frische Ideen mit, da er das Gestüt bereits in den letzten Monaten beraten hat. „Wir möchten eine tragfähige Zukunft für das Landgestüt entwickeln“, so eine optimistische Vision des neuen Interimsgeschäftsführers.

Antje Kerber, die ehemalige Landstallmeisterin, hat sich in sozialen Medien zu Wort gemeldet und ruft pferde- und zuchtaffine Menschen in Deutschland dazu auf, sich für den Erhalt des Landgestüts einzusetzen. „Wir müssen die kulturelle Bedeutung und die vielfältigen Aufgaben des Gestüts verdeutlichen“, fordert sie. Kritiker, die eine Privatisierung befürworten und die Nutzung von Steuermitteln als Verschwendung ansehen, scheinen auf eine Kehrtwende des Landwirtschaftsministeriums hingewirkt zu haben, das in der Vergangenheit eher auf den Erhalt des Gestüts drängte.

Veranstaltungen und Einblicke

Trotz der ungewissen Zukunft bleibt das Landgestüt während der Übergangsphase geöffnet. Viele Veranstaltungen stehen an, darunter Hengstparaden und Festspielkonzerte. Aber aufgepasst! Zutritt gibt es nur mit einer gültigen Eintrittskarte. Die Details zu den Veranstaltungen und Termine können dem Eventflyer auf der offiziellen Webseite entnommen werden, wie landgestuet-redefin.de informiert.

Die kommenden Wochen dürften spannend werden. Das Landgestüt Redefin, ein Ort mit tiefen Wurzeln in der Pferdezucht, steht vor großen Herausforderungen, und es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Dinge entwickeln werden. Eins ist klar: Die Entscheidungsträger sind gefordert, und der Dialog zwischen allen Beteiligten muss aufrechterhalten werden, um das Erbe dieses traditionsreichen Ortes zu sichern.