Streit um Schulzukunft: Stadt und Schule in Penkun im Clinch!

Streit um Schulzukunft: Stadt und Schule in Penkun im Clinch!
Penkun im Blickpunkt: Spannungen und Schulbau
Was geht in Penkun? Die jüngste Sitzung der Stadtvertreter sorgte für aufgeregte Gesichter und hitzige Diskussionen. Im Mittelpunkt standen Spannungen im Arbeitsverhältnis zwischen dem Leiter der Regionalen Schule, Ronny Jüdith, und Bürgermeisterin Antje Zibell von der Werteunion. Diese Unstimmigkeiten wurden in der Versammlung offenbar, auch wenn die Stadtvertreter sich im öffentlichen Teil zurückhielten, um Spekulationen zu vermeiden. Götz Grünberg, parteilos, betonte die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen der Stadt und der Schule, während Zibell der Idee zustimmte, jedoch auf die Teilnahme eines Vertreters des Staatlichen Schulamts bestand.
Kritik aus den Reihen der Stadtvertreter kam von Bernd Klänhammer (CDU), der auf die mangelnde Vertretung der Schulen bei der Grundsteinlegung für den Schulanbau am 6. Juni hinwies. Nur Jüdith und Silvia Markowski, die Leiterin der Grundschule, waren anwesend, was nicht nur bei Klänhammer, sondern auch bei anderen Beteiligten für Unverständnis sorgte. Mehr noch, der üblicherweise bei solchen Anlässen auftritt, Schulchor war diesmal ganz abwesend.
Ein neues Schulkonzept
Das Thema Schulbau ist nicht nur eine Frage des Verhältnisses zwischen Stadt und Schule – es geht auch um die Zukunft des Bildungsstandorts Penkun. Der geplante Anbau der Grundschule, um diese mit der Regionalen Schule an einem Standort zu vereinen, ist greifbar. Minister Harry Glawe und Bildungsministerin Bettina Martin übergaben kürzlich Förderschreiben an die Stadt. Diese Maßnahme ist nicht nur notwendig, um den Schulstandort zu sichern, sondern auch, um die räumlichen Gegebenheiten zu verbessern, da die zwei Schulen derzeit einen Kilometer voneinander entfernt operieren.
Der Gesamtinvestitionsrahmen für dieses Vorhaben beträgt rund 5,3 Millionen Euro, wobei fast vier Millionen Euro von der Wirtschaftsministeriums aus dem Programm „Schulbaupaket“ zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist die Fertigstellung der Baumaßnahmen bis Ende 2025, was durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich werden soll.
Herausforderungen und Unterstützung
Die Herausforderungen in Penkun sind erheblich. Die Grundschule fehlt es an grundlegenden Einrichtungen wie einer Sporthalle und Aula, was die Umsetzung eines Ganztagsschulkonzepts erheblich einschränkt. Die neue Schule soll als Anbau an die Regionale Schule mit einem Verbindungsbau konzipiert werden, um den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang wird auch das ehemalige Spital „St. Georg“ künftig als Kreativzentrum für die Grundschule genutzt.
Zudem hat das Land Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Mittel bereitgestellt, um die schulische Infrastruktur in der Region zu verbessern. Über 72 Millionen Euro aus dem Corona-Schutzfonds flossen in die Schulbauprojekte, um die Hygienestandards zu gewährleisten und die Schulgebäude funktional zu gestalten.
Die Stadt Penkun steht also vor einem Umbruch. Die angekündigten Baumaßnahmen, die sowohl Anbau als auch Sanierung der bestehenden Schulstrukturen umfassen, sollen nicht nur den Erhalt des Schulstandorts sichern, sondern auch den Schulalltag für die Kinder erleichtern. Eine wichtige Voraussetzung für eine positive Entwicklung ist ein harmonisches Miteinander von Stadt und Schule – eine Aufgabe, die nun auf der politischen Agenda steht.
Die nächsten Schritte müssen gemeistert werden, damit Penkun nicht nur als Standort für schulische Bildung, sondern auch als lebendige Gemeinschaft wahrgenommen wird.