Aktiv im Alter: Drei Frauen leben ihre Träume ohne Rente!

Wolgast: Aktive Frauen über 70 verweigern den Ruhestand und verwirklichen ihre Träume. Herausforderungen im Alter bleiben präsent.

Wolgast: Aktive Frauen über 70 verweigern den Ruhestand und verwirklichen ihre Träume. Herausforderungen im Alter bleiben präsent.
Wolgast: Aktive Frauen über 70 verweigern den Ruhestand und verwirklichen ihre Träume. Herausforderungen im Alter bleiben präsent.

Aktiv im Alter: Drei Frauen leben ihre Träume ohne Rente!

In Mecklenburg-Vorpommern zeigen drei Frauen über 70 Jahre, dass der Ruhestand für sie kein Thema ist. Die Geschichten dieser Frauen sind inspirierend und stehen im Kontrast zu gängigen Klischees über das Altern. So berichtet NDR von der ältesten aktiven Schiedsrichterin Deutschlands, Heidi Wegner aus Wolgast. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters bleibt sie in ihrem Element und genießt ihre Tätigkeit auf dem Spielfeld.

Marion Erdmann aus Kühlungsborn hat einen bemerkenswerten Wandel vollzogen: Von einer Imbissbude hat sie den Sprung in die gehobene Gastronomie gewagt und betreibt nun eine Edelboutique am Jachthafen. Auch Dr. Bettina Klein, die in Saal nach 20 Jahren als Kunsthistorikerin in Japan ihre Leidenschaft für die Gastronomie entdeckt hat, ist ein Paradebeispiel für die aktive Lebensgestaltung im Alter. Sie hat ein Café mit dem schmuckvollen Namen „Alte Schmiede“ eröffnet und backt dort die leckersten Kuchen.

Altern in Würde und Aktivität

Diese Beispiele sind Teil eines breiteren Trends, denn die Lebensbedingungen älterer Menschen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Laut bpb zeigt sich, dass vor allem die „jungen Alten“ (65-74 Jahre) mehr Jahre in Gesundheit verbringen können. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist gestiegen, wobei Männer jetzt im Schnitt 17,6 Jahre und Frauen sogar 21 Jahre mehr leben. Doch die Herausforderungen im Alter sind trotzdem nicht zu unterschätzen.

Während mehr ältere Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, stehen sie auch vor Problemen wie Pflegebedürftigkeit und Einsamkeit. Etwa 57,2% der über 85-Jährigen leben allein, oft verwitwet. Der demografische Wandel führt zu einer ansteigenden Zahl an alleinlebenden älteren Menschen, wobei die meisten auch auf familiäre Unterstützung angewiesen sind. Diese sozialen Netzwerke schwächen sich jedoch zunehmend, was das Leben für viele Seniorinnen und Senioren erschwert.

Auf der Suche nach Lebensqualität

Doch trotz dieser Schwierigkeiten zeigt eine Umfrage, dass die Lebenszufriedenheit älterer Menschen in Deutschland höher ist als der Gesamtdurchschnitt. Viele sind begeistert von ihren Lebensumständen, auch wenn sie die eigene Gesundheit oft kritisch betrachten. Ein weiteres Faktum ist die sich verbessernde finanzielle Lage vieler Älterer, auch wenn das Risiko der Altersarmut nicht zu vernachlässigen ist. Es wird immer deutlicher, dass ein ausreichendes Alterseinkommen eine Grundvoraussetzung für aktive gesellschaftliche Teilhabe darstellt.

Die Geschichten von Heidi, Marion und Bettina sind somit nicht nur Einzelfälle, sondern spiegeln einen entwickelnden Trend wider, in dem ältere Frauen und Männer zunehmend ihre Träume verwirklichen und ihre Lebensfreude ausleben. Das Bild des Ruhestands wird neu definiert, und die gesellschaftliche Wahrnehmung von älteren Menschen könnte sich nachhaltig verändern.