Darguner Rathaus: Fast zehn Stellen weniger – Bürger müssen zittern!

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Dargun steht vor Herausforderungen: Stellenabbau im Rathaus und drohender Personalmangel gefährden kommunale Dienstleistungen.

Dargun steht vor Herausforderungen: Stellenabbau im Rathaus und drohender Personalmangel gefährden kommunale Dienstleistungen.
Dargun steht vor Herausforderungen: Stellenabbau im Rathaus und drohender Personalmangel gefährden kommunale Dienstleistungen.

Darguner Rathaus: Fast zehn Stellen weniger – Bürger müssen zittern!

Im Darguner Rathaus tut sich einiges: Die Einsparungspläne der Bürgermeisterin Jana Böttcher lassen die Anzahl der Stellen drastisch sinken. Wie der Nordkurier berichtet, wird die Stadtverwaltung ab dem 1. Januar 2024 mit insgesamt 34,6 Stellen auskommen müssen, was fast zehn Stellen weniger sind als unter dem Vorgänger Sirko Wellnitz. Damit wird nicht nur die Verwaltung spürbar kleiner, sondern auch die Daseinsvorsorge steht auf dem Prüfstand.

Die Einschränkungen machen sich vor allem im Bauhof bemerkbar, der von elf auf nur noch acht Stellen verkleinert wird. Auch in der Stadtinformation wird künftig nur noch eine Saisonkraft von Ostern bis Oktober beschäftigt. In den unterschiedlichen Bereichen der Verwaltung, etwa im Wasser- und Abwasserbereich, bleiben die Mitarbeiterzahlen jedoch weitgehend stabil – genau fünf Mitarbeiter werden hier weiterhin für die wichtigen Aufgaben zuständig sein. Auch unter den Stadtangestellten, die die Schulen und Sportplätze betreuen, sind nicht alle in Vollzeit beschäftigt.

Drohverluste in der Daseinsvorsorge

Doch der Darguner Fall ist kein Einzelfall. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) schlägt alarmierend den Alarm, denn wie er in einem Bericht feststellt, steuern viele Kommunen auf einen ernsthaften Personalmangel zu. In den kommenden zehn Jahren wird mit dem Ruhestand eines Drittels der Beschäftigten gerechnet, in den Verwaltungen sind schon jetzt über 100.000 Stellen unbesetzt. Dies könnte die Grundversorgung in vielen Städten gefährden. Der Behörden Spiegel warnt, dass es ohne Umdenken in der Personalpolitik zu einem echten Blackout im öffentlichen Dienst kommen könnte.

Diese Situation wirkt sich jedoch nicht nur auf Dargun aus. Laut einer Analyse des dbb fehlen bundesweit mehr als 551.500 Beschäftigte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Sicherheit. Es scheint, als ob der öffentliche Dienst vor einer ernsthaften Herausforderung steht, die durch steigenden Migrationsdruck und neue Aufgaben weiter verstärkt wird. Auch hier fordert der dbb Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Reduzierung der Bürokratie.

Die Zukunft im kommunalen Dienst

Sind wir auf dem besten Weg, die gesellschaftlichen Standards im Bereich der öffentlichen Dienste zu gefährden? Die Antwort könnte alarmierend sein: Wenn keine raschen Maßnahmen ergriffen werden, drohen in vielen Gemeinden gravierende Folgen für die Bürger. Ein Umdenken in der Personalpolitik könnte helfen, den öffentlichen Dienst attraktiver zu gestalten und so den dramatischen Personalmangel zu bekämpfen. Der DStGB hebt die Bedeutung der Digitalisierung hervor, um den Rückgang von Beschäftigten abzufedern – ein Schritt, der nicht nur notwendig, sondern längst überfällig ist.

Insgesamt ist klar: Während viele Kommunen, wie Dargun, versuchen, mit einem Radikalschnitt ihre Haushalte zu entlasten, könnte dies langfristig die Daseinsvorsorge ihrer Bürger gefährden. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um zu beurteilen, ob die eingesparten Stellen für eine nachhaltige Entwicklung oder für einen weiteren Abbau von sozialen Dienstleistungen sorgen.