Großbrand bei Frauenmark: 200 Strohballen in Flammen – Polizei ermittelt!

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Zwei Strohballenbrände in der Region um Crivitz: Ermittlung wegen Brandstiftung, 56 Feuerwehrkräfte im Einsatz.

Zwei Strohballenbrände in der Region um Crivitz: Ermittlung wegen Brandstiftung, 56 Feuerwehrkräfte im Einsatz.
Zwei Strohballenbrände in der Region um Crivitz: Ermittlung wegen Brandstiftung, 56 Feuerwehrkräfte im Einsatz.

Großbrand bei Frauenmark: 200 Strohballen in Flammen – Polizei ermittelt!

In der Nacht zum Sonntag kam es bei Frauenmark zu einem verheerenden Strohballenbrand, der rund 200 Ballen vernichtete. Die Feuerwehren aus sieben umliegenden Ortsteilen, darunter Goldenbow und Crivitz, waren im Einsatz, nachdem die Sirenen gegen 2 Uhr nachts heulten. Der Brand folgte auf das Pressen und Aufschichten der Strohballen durch einen lokalen Landwirtschaftsbetrieb am Tag zuvor. Die Feuerwehr konnte mit Unterstützung des Betriebs, der einen Teleskoplader zur Verfügung stellte, verhindern, dass benachbarte Sträucher und ein Weizenfeld in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Einsatzkräfte hielten Teile des Radladers nass, um ein weiteres Aufflammen zu vermeiden.

Der Einsatzleiter David Wollgandt musste zusätzliche wasserführende Fahrzeuge anfordern, um die Flammen zu bekämpfen. Eine Löschwasserentnahmestelle war am nahegelegenen Sportplatz in Severin eingerichtet worden, und ein stetiger Pendelverkehr sorgte dafür, dass ausreichend Wasser zur Verfügung stand. Am Ende des Einsatzes waren insgesamt 56 Feuerwehrleute vor Ort, die bis zum frühen Morgen beschäftigt waren, den Brand in den Griff zu bekommen. Gegen 8 Uhr konnte dann endlich Entwarnung gegeben werden, und die Feuerwehrkräfte kehrten zu ihren Standorten zurück. Schockierend ist, dass die Polizei bereits Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat und etwas von vorsätzlicher Brandstiftung ausgeht. Details zur Schadenshöhe sind derzeit noch unbekannt.

Ähnliche Vorfälle und alarmierende Trends

Ähnliche Vorfälle häufen sich in letzter Zeit. Ein geheimnisvoller Brand von Strohballen ereignete sich am 26. August 2024 zwischen Nusse und Poggensee. Dort brannten 150 Strohballen in voller Ausdehnung, und die Freiwillige Feuerwehr sowie das Technische Hilfswerk (THW) waren im Einsatz. Auch hier wird von einem Verdacht auf Brandstiftung ausgegangen. Der Sachschaden wird auf etwa 5000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei Ratzeburg hat die Ermittlungen eingeleitet und ruft Zeugen auf, sich zu melden.

Trotz dieser wiederkehrenden Probleme gibt es in Deutschland keine flächendeckende Erhebung zu landwirtschaftlichen Bränden. Die Initiative „Stallbrände“ beklagt, dass es an Meldepflichten für Stallbrände mangelt und der Wissenschaftliche Dienst der Bundesregierung keine belastbaren Zahlen zu Brandereignissen in der Landwirtschaft bereitstellen kann. Dabei wird die Brandursache „Brandstiftung“ in einigen Erhebungen mit einer Quote von 15 % benannt. Auch menschliches Fehlverhalten hat einen hohen Anteil an Bränden in landwirtschaftlichen Betrieben.

In Anbetracht der jüngsten Vorfälle bleibt abzuwarten, welche Erkenntnisse die Ermittlungen in Frauenmark bringen werden und ob Gegenmaßnahmen entwickelt werden können, um die Landwirte in der Region zu schützen.

Weitere Informationen zu den Ereignissen und Hintergründen finden Sie in den Berichten von Nordkurier und Herzogtum direkt. Weitere allgemeine Informationen über Brandursachen in der Landwirtschaft können Sie bei AgrarHeute nachlesen.