Patientendaten im Darknet: Cyberangriff auf LUP-Kliniken erschüttert Region!

Patientendaten im Darknet: Cyberangriff auf LUP-Kliniken erschüttert Region!
In den letzten Wochen ist die beschauliche Region um die LUP-Kliniken im Landkreis Ludwigslust-Parchim in den Fokus gerückt, und das aus einem besorgniserregenden Grund. Wie NDR berichtet, sind Anfang 2025 Patientendaten aus diesen Kliniken im Darknet aufgetaucht. Die Standorte Hagenow, Ludwigslust und Crivitz sind besonders betroffen. Ermittelt wird nun in akribischer Detailarbeit, denn dabei handelt es sich nicht nur um brav zur Verfügung gestellte Informationen, sondern um sensible personenbezogene Daten, darunter Laborbefunde und Arztbriefe.
Was das Ganze noch beunruhigender macht: Laut den forensischen Ermittlungen sind etwa 1,5 Prozent der Gesamtdaten abhandengekommen, was zwar nicht die Mehrheit ausmacht, jedoch das Risiko von Betrugsversuchen, Identitätsmissbrauch und unerlaubten Kontaktaufnahmen deutlich erhöht. Die Kliniken appellieren daher an die Bevölkerung, besondere Vorsicht bei ungewöhnlichen E-Mails oder Anrufen walten zu lassen.
Die Befürchtung der Verantwortlichen
Die Spuren der Täter führen wohl ins Ausland, und es ist von einer Ransomware auszugehen, die zur Datenverschlüsselung eingesetzt wurde. Landrat Stefan Sternberg hat sich klar gegen die Zahlung von Lösegeldforderungen ausgesprochen. Trotz dieses Angriffs zeigen die Kliniken Entschlossenheit und kehren allmählich zum Normalbetrieb zurück, wobei alle IT-Systeme mit aktuellen Sicherheitsstandards aufgerüstet werden. Das Facharztzentrum hat zusätzlich eine neue Praxissoftware erhalten, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.
Die Bedrohung aus dem digitalen Raum ist jedoch nichts Neues. Über 136.000 Cyberangriffe wurden allein im Jahr 2022 vom Bundeskriminalamt registriert. Gerade im Gesundheitswesen steigt das Risiko durch die fortschreitende Vernetzung immer weiter. Das Ärzteblatt betont, dass nur etwa jeder zehnte Angriff angezeigt wird, was die Tendenz zur Unsichtbarkeit dieser Problematik unterstreicht. Ein Anstieg von 74 Prozent bei den Angriffen auf das Gesundheitswesen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr lässt befürchten, dass es sich um ein ernstes Problem handelt.
Eine wachsende Herausforderung
Ransomware bleibt dabei eine der größten Bedrohungen, die gezielt Daten verschlüsselt und Lösegeld verlangt. Die Angreifer arbeiten zunehmend effizient und nutzen etwa nur noch 3,85 Tage, um einen Angriff vorzubereiten. Ein beunruhigendes Tempo, das klarmacht: Hier ist Handlungsbedarf gefragt. Das CSO ruft dazu auf, technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Cyberangriffe zu mindern.
Nehmen wir uns also zu Herzen, dass den Kliniken und Praxen im Land ein gutes Händchen für Sicherheit geschenkt werden muss. Neueste Updates, aktuelle Firewalls und geschulte Mitarbeitende sind unerlässlich, um der ansteigenden Bedrohung aus dem Netz Einhalt zu gebieten. Eine gute Fehlerkultur und regelmäßige Notfallübungen sind ebenso wichtig, um die im Raum stehenden Gefahren rechtzeitig zu erkennen und abzuwehren. Die Herausforderung liegt also klar auf der Hand: Sicherheit im Gesundheitswesen ist nicht nur eine Verantwortung, sondern eine essentielle Notwendigkeit.