Schwerin plant große Gartenschau 2035 – Zukunft für die Stadt?

Schwerin plant, 2035 die Landesgartenschau auszurichten. Ministerpräsidentin Schwesig unterstützt die Initiative für Stadtentwicklung.

Schwerin plant, 2035 die Landesgartenschau auszurichten. Ministerpräsidentin Schwesig unterstützt die Initiative für Stadtentwicklung.
Schwerin plant, 2035 die Landesgartenschau auszurichten. Ministerpräsidentin Schwesig unterstützt die Initiative für Stadtentwicklung.

Schwerin plant große Gartenschau 2035 – Zukunft für die Stadt?

In Schwerin könnte bald wieder frischer Wind wehen, und zwar in Form einer Landesgartenschau im Jahr 2035. Der Verein Pro Schwerin hat einen entsprechenden Vorschlag eingereicht, der Ende Juli 2025 von der Landesregierung geprüft wird. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bereits signalisiert, dass sie den Plan positiv bewertet und großes Potenzial für diese Veranstaltung sieht. Schwerin hat bereits 2009 die Bundesgartenschau ausgerichtet und profitiert seither von einem nachhaltigen touristischen Aufschwung. Ein solches Event könnte auch in der Landeshauptstadt als Motor für neue Bauprojekte und die Schaffung von Grünanlagen fungieren, was nicht nur der Stadt selbst, sondern auch den Bewohnern zugutekommt. Doch trotz dieser Chancen gibt es auch Herausforderungen zu bewältigen, insbesondere die derzeitige Haushaltssperre in Schwerin.

Der Vorschlag für die Landesgartenschau könnte für die Stadt einen entscheidenden Schritt in Richtung einer florierenden Stadtentwicklung darstellen. Gartenschauen sind bekannt dafür, dass sie lokale und regionale Entwicklungsziele fördern und in der Vergangenheit entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität in verschiedenen Städten beigetragen haben. Sie ziehen nicht nur zahlreiche Besucher an, sondern bieten auch eine Plattform für die Bürgerbeteiligung, was das Gemeinschaftsgefühl stärken kann. Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, dass Gartenschauen sich als wahre Impulsgeber für die Stadtentwicklung erweisen können. Laut der Plattform Abes Online gibt es bereits viele Beispiele, in denen Gartenschauen zu erheblichen Folgeinvestitionen geführt haben.

Finanzielle Herausforderungen und Möglichkeiten

Ein großes Thema, das im Hinblick auf das Vorhaben nicht ignoriert werden kann, sind die finanziellen Aspekte. Die für 2023 geplante Bundesgartenschau in Rostock musste aus Geldmangel abgesagt werden, was die Sorgen und die Fragestellungen um die Finanzierung der Gartenschau in Schwerin verstärkt. Gartenschauen ziehen jedoch auch Fördermittel von Bund und Land an; bis zu 50% der Investitionskosten werden oft in Form von Zuschüssen gedeckt. Trotzdem erfordert die Planung, wie alle Gartenschauen, eine hohe Anfangsinvestition, die zwischen hohen einstelligen und niedrigen zweistelligen Millionenbeträgen liegen kann. Die Stadt muss daher einen klaren Finanzierungsplan für die Umsetzung der Landesgartenschau entwickeln.

Zusätzlich gibt es Überlegungen, finanzielle Mittel vom Landkreis Schaumburg in einen neuen Wohnmobilstellplatz zu investieren. Solche Projekte könnten ideal mit den Zielen der Gartenschau verknüpft werden, sodass langfristig die Stadtentwicklung gestärkt und die Besucherzahlen maximiert werden. Mecklenburger*innen und Gäste könnten von einer gelungenen Veranstaltung, die in nachhaltiger Art und Weise organisiert ist, profitieren.

Die Vision für Schwerin

Was könnte die Landesgartenschau für Schwerin konkret bringen? Ein wesentliches Ziel ist die Schaffung neuer Grünflächen, die nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen, sondern auch ökologisch wertvoll sind. Gartenschauen fördern die Biodiversität und das Stadtklima, was in einem urbanen Umfeld oftmals verloren geht. Zudem könnten sie eine wichtige Gelegenheit bieten, städtebauliche Missstände zu beheben und Schwerin als attraktive Stadt zu präsentieren.

Ob die Pläne für die Landesgartenschau konkrete Formen annehmen, wird sich nach der Kabinettssitzung zeigen, die am 29. Juli stattfinden soll. Man darf gespannt sein, ob die Stadt den nächsten Schritt in Richtung einer blühenden Zukunft wagt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die positiven Stimmen von Ministerpräsidentin Schwesig und den Befürwortern bewahrheiten, damit die Bürger von Schwerin bald in den Genuss einer inspirierenden und blühenden Gartenschau kommen.