Katzensterben in Mecklenburg-Vorpommern: Parvovirus sorgt für Angst!

Katzensterben in Mecklenburg-Vorpommern: Parvovirus sorgt für Angst!
In mehreren Tierheimen in Mecklenburg-Vorpommern sind in den letzten Tagen traurige Nachrichten zu vernehmen. Mehrere Katzenjunge sind an dem gefürchteten Parvovirus, auch bekannt als feline Panleukopenie (FPV), gestorben. Diese hoch ansteckende Viruskrankheit ist besonders für junge und ungeimpfte Katzen gefährlich und kann in kürzester Zeit zu einem fatalen Verlauf führen. Nils Carl Henke, der Pressereferent des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, gab die Informationen am Freitag bekannt und machte auf die Dringlichkeit aufmerksam, insbesondere bei der Impfung der Tiere.
Betroffene Tierheime befinden sich unter anderem in Malchow, Neustrelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie in Wolgast im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Krankheit führt zu einer drastischen Abnahme der weißen Blutkörperchen, was die Abwehrkräfte der Tiere erheblich schwächt. Typische Symptome umfassen Lethargie, Appetitlosigkeit, schwerwiegende Durchfälle und Erbrechen, was rasch zu einem kritischen Zustand führen kann. Daher ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend, um die Tiere zu retten, wie in Siena Animal Hospital erklärt wird.
Ursachen und Ansteckungsgefahr
Das Parvovirus ist äußerst resistent gegenüber Umweltbedingungen. Es bleibt jahrelang infektiös, selbst wenn es in der Umgebung vorhanden bleibt. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit Blut, Urin, Fäkalien und Nasensekreten infizierter Katzen. Sogar Menschen können das Virus durch kontaminierte Hände oder Kleidung verbreiten. Für Tierheime, wo viele Tiere auf engem Raum leben, ist die Gefahr eines Ausbruchs von Infektionskrankheiten besonders hoch.
Es gibt derzeit keine spezifische Medikation, die das Virus sofort abtötet. Stattdessen besteht die Behandlung in der Regel aus Hospitalisierung, intravenöser Flüssigkeitstherapie und Antibiotika, um Sekundärinfektionen zu vermeiden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hygiene: Hygienemaßnahmen wie gründliche Reinigung und Desinfektion sind unabdingbar, um weitere Infektionen zu vermeiden. Konkrete Empfehlungen besagen, dass zur Desinfektion eine 1:30 Bleiche-Lösung verwendet werden sollte, da gängige Reinigungsmittel oft nicht ausreichen.
Impfung als beste Prävention
Wie die Pressemitteilung weiter hervorhebt, ist die Impfung der Katzen der beste Weg, um diese schwere Krankheit zu verhindern. Impfungen sind besonders wichtig für Kätzchen, da sie auf eine Serie von Impfungen angewiesen sind, gefolgt von Auffrischungsimpfungen im Erwachsenenalter, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Es liegt an den Katzenhaltern, sich mit ihrem Tierarzt in Verbindung zu setzen und einen geeigneten Impfplan zu erstellen, um ihre Vierbeiner zu schützen.
Glücklicherweise gibt es momentan keine Hinweise auf ein flächendeckendes Auftreten des Parvovirus bei privat gehaltenen Katzen. Dies stimmt einige Tierliebhaber zuversichtlich, auch wenn die Lage in den Tierheimen alarmierend ist und die Aufmerksamkeit aller fordert.