Schock für Neubrandenburg: 26 Jobs im Verbraucherschutz stehen auf der Kippe!

Schock für Neubrandenburg: 26 Jobs im Verbraucherschutz stehen auf der Kippe!
Die Stadt Neubrandenburg steht vor einer schockierenden Veränderung. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern hat in einer E-Mail vom 24. Juni 2025 angekündigt, dass die Dezernate 350 und 360 „mittelfristig nach Rostock“ verlagert werden. Dies betrifft direkt 26 Mitarbeiter am Standort in der Demminer Straße 46, die nun um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Die Stimmung unter den Angestellten ist angespannt, viele sind seit Jahren im Verbraucherschutz tätig und müssen nun um ihre Zukunft fürchten.
Wie nordkurier.de berichtet, wird die endgültige Schließung spätestens bis 2028 umgesetzt, was für die Stadt Neubrandenburg und den östlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns einen erheblichen Verlust darstellt. Die Behörde hat betont, dass die „derzeitigen und prognostizierten personellen und finanziellen Ressourcen“ die Schließung notwendig machen.
Einblicke in die Aufgaben des Landesamtes
Das LALLF MV, eine obere Landesbehörde des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern, hat die Kernaufgabe, die Tier- und Pflanzengesundheit sowie die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Diese grundlegenden Aufgaben beinhalten, dass aktive Lebensmittelsicherheitskontrollen durchgeführt werden, die für den Verbraucherschutz unerlässlich sind. Die Behörde ist dafür zuständig, amtliche Lebensmitteluntersuchungen durchzuführen, die auch Bedarfsgegenstände, Kosmetika und Futtermittel umfassen, wie karriere-in-mv.de hervorhebt.
Im Rahmen dieser Tätigkeiten sind auch Schulungen und Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft von Bedeutung. Die Behörde beobachtet und verfolgt die Maßnahmen zur Bekämpfung von Tierseuchen und sichert die Qualität der Lebensmittel permanent. Diese Aufgaben sind für die Gesundheit der Bürger und die Sicherstellung einer hohen Lebensmittelqualität extrem wichtig.
Die Auswirkungen auf den Verbraucherschutz
Die geplante Schließung des Standorts in Neubrandenburg könnte zudem weitreichende Folgen für die Lebensmittelsicherheit haben. Denn die Anforderungen an die Überwachung von Lebensmitteln sind im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) festgelegt, wie auch von regierung-mv.de dargelegt. Dazu gehören Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung, die Kontrolle von Rückständen in Lebensmitteln sowie spezifische Regelungen für unterschiedliche Lebensmittelgruppen wie Milch, Fisch und mehr.
Die Schließung könnte bedeuten, dass diese wichtigen Kontrollen und Überwachungen nicht mehr in dem gewohnten Maße in der Region durchgeführt werden können, was das Vertrauen der Bürger in die Lebensmittelsicherheit beeinträchtigen könnte. Während viele Gerüchte über eine mögliche Schließung schon in der Vergangenheit aufkamen, war das Vertrauen nach der jüngsten Modernisierung der Räumlichkeiten im Jahr 2019 groß. Nun droht dieses Vertrauen in der Gemeinschaft durch die bevorstehenden Veränderungen zu wanken.
Das Landwirtschaftsministerium wurde auf die Schließungspläne angesprochen, eine Stellungnahme blieb jedoch aus. Die bevorstehenden Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern könnten weiteren Aufschluss über die nächsten Schritte und die konkreten Maßnahmen bringen.