Neues Stromnetz: Riesige Gerüste sichern Autofahrer an der L14!

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Große Gerüste an der L14 bei Güstrow verbessern die Verkehrssicherheit während wichtiger Bauarbeiten an Stromleitungen.

Große Gerüste an der L14 bei Güstrow verbessern die Verkehrssicherheit während wichtiger Bauarbeiten an Stromleitungen.
Große Gerüste an der L14 bei Güstrow verbessern die Verkehrssicherheit während wichtiger Bauarbeiten an Stromleitungen.

Neues Stromnetz: Riesige Gerüste sichern Autofahrer an der L14!

Unterwegs auf der L14 zwischen Strenz und Güstrow begegnen Autofahrer derzeit großen, imposanten Gerüsten. Diese bilden nicht nur ein auffälliges Bild, sondern sind auch ein Zeichen für wichtige Arbeiten, die seit Jahresanfang in Gang sind. Die Gerüste sind sorgfältig errichtet worden, um während der Bauarbeiten die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Ganz nach dem Motto „da liegt was an“, wird hier verrichtet, was für eine moderne Infrastruktur notwendig ist. Laut Nordkurier sollen die Gerüste bis etwa September stehenbleiben.

Was genau passiert hier? Auf beiden Seiten der Landesstraße werden aktuell Baustellenstraßen angelegt und Fundamente für insgesamt acht neue Strommasten gelegt. Deren Aufgabe ist eindrucksvoll: Sie werden die bestehenden Leitungen zwischen Güstrow und Parchim Süd von 220 auf 380 Kilovolt aufrüsten sowie die Verbindung zwischen Güstrow und Krümmel zum Umspannwerk im Bredentiner Weg stärken. Der Ausbau des Umspannwerks stellt eine wesentliche Verbesserung für die Stromversorgung in der Region dar.

Technische Hintergründe zur Stromübertragung

Doch was ist das Besondere an diesen Strommasten? Dank der Implementierung von Hochtemperaturleitern wird die Übertragungsfähigkeit der Freileitungen erheblich gesteigert. Laut 50Hertz ermöglichen diese speziellen Leiterseile eine bis zu 90 Prozent höhere Strombelastbarkeit im Vergleich zu Standardleitern. Dies bedeutet, dass aufgrund von höheren Stromflüssen effektivere und stabilere Energieübertragungen möglich sind.

Ein weiterer positiver Aspekt ist das Freileitungs-Monitoring, das die Betriebstemperatur der Leitungen überwacht. Dies beeinflusst die maximale Übertragungskapazität und stellt sicher, dass die Leitungen trotz unterschiedlicher Witterungsbedingungen zuverlässig funktionieren. Bei kühler Witterung oder starkem Wind können die Freileitungen mehr Strom übertragen – ein richtiger Gewinn für die Effizienz!

Ein Blick in die Zukunft

Die Umrüstung auf Hochtemperaturleiter ist nicht nur lokal relevant. Netzbetreiber und Errichter von Freileitungen erhalten durch einen aktuellen Hinweis des FNN (Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE) wertvolle Informationen zur Planung und Anwendung dieser innovativen Technologien. Damit wird nicht nur die regionale, sondern auch die überregionale Energieversorgung gestärkt, was letztlich für alle Verbraucher von Vorteil ist. Netzbetreiber können durch die Nutzung dieser Technologien ohne Neubauarbeiten potenzielle Erweiterungen ihrer Kapazitäten umsetzen, wie das Beispiel der Nord-Süd-Leitung von Remptendorf nach Redwitz zeigt, berichtet VDE.

Die Autofahrer auf der L14 können also mit gutem Gewissen unter den Gerüsten entlangfahren. Sie profitieren nicht nur von einer verbesserten Verkehrssicherheit während der Arbeiten, sondern tragen auch dazu bei, die Energieinfrastruktur zukunftssicher zu machen. Wenn solche großen Projekte in Angriff genommen werden, weiß man, dass die Region auf dem richtigen Weg ist, um den steigenden Anforderungen an die Stromversorgung gerecht zu werden.