Binz kehrt nach Streit um LNG-Terminal in Tourismusverband zurück!

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Binz tritt nach Meinungsverschiedenheiten über ein LNG-Terminal wieder in den Tourismusverband Rügen ein, um Zusammenarbeit zu fördern.

Binz tritt nach Meinungsverschiedenheiten über ein LNG-Terminal wieder in den Tourismusverband Rügen ein, um Zusammenarbeit zu fördern.
Binz tritt nach Meinungsverschiedenheiten über ein LNG-Terminal wieder in den Tourismusverband Rügen ein, um Zusammenarbeit zu fördern.

Binz kehrt nach Streit um LNG-Terminal in Tourismusverband zurück!

Die Gemeinde Binz zeigt sich nach einem heftigen Streit um das umstrittene LNG-Terminal in Mukran wieder versöhnlich. Mit einer abstimmung von 11 zu 4 hat die Gemeindevertretung Binz für einen Wiedereintritt in den Tourismusverband Rügen gestimmt. Der Vorschlag dazu kam vom neu gewählten Bürgermeister Mario Kurowski (Bürger für Binz), der die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit für die größte Tourismusdestination der Insel betont hat. Dies ist ein entscheidender Schritt, nachdem Binz im Frühjahr 2023 aus dem Verband ausgetreten war, größtenteils wegen der Konflikte rund um die Pläne für das LNG-Terminal im Hafen Sassnitz-Mukran, wie NDR berichtet.

Die Auseinandersetzung hatte sich angestaut, nachdem Knut Schäfer, der damalige Vorstandsvorsitzende des Verbandes, gegen den Bau des LNG-Terminals Stellung bezogen hatte. Während die Gemeinde Binz seine Position kritisierte und gegen das Projekt klagte, kam es zu Protesten von Seiten der Einwohner. Diese Bedenken lagen vor allem darin, dass der Bau negative Auswirkungen auf den ohnehin sensiblen Tourismus hätte. Auch die neuen Vorstandsmitglieder des Tourismusverbandes, Andreas Heinemann und Franziska Gustävel, zeigten sich optimistisch über den Wiedereintritt und unterstrichen deren Bedeutung für die Zukunft. Laut der Ostsee-Zeitung wünschen sich die Verantwortlichen eine beispielhafte Zusammenarbeit für die Region.

Die Herausforderungen im Tourismus

Doch nicht alles ist eitel Wonne. Die Unsicherheiten rund um das neue Tourismusgesetz, das die Finanzierungsstrukturen für den Tourismussektor neu gestalten soll, werfen Fragen auf. Ein zentrales Element dieses Gesetzes ist die Gründung einer Destinationsmanagementorganisation (DMO), deren genaue Struktur bisher unklar ist. Dazu äußerte sich auch Tourismusdirektor Kai Gardeja, der sich für einen Neuanfang mit einer neuen Organisation aussprach. Gardeja stellte in Aussicht, dass das Gesetz möglicherweise nicht zum 1. Januar 2026 in Kraft treten wird.

Die Einwohner Binz stehen außerdem vor der Herausforderung, dass immer mehr Ferienwohnungen entstehen, was als problematisch wahrgenommen wird, da der Wohnraum für die rund 6.600 Einwohner der Gemeinde dadurch blockiert wird. Inmitten dieser Entwicklungen sind die Übernachtungszahlen allerdings gestiegen, und die Gemeinde hat Fortschritte in den Bereichen Digitalisierung und internationale Vernetzung erzielt, was der touristischen Infrastruktur zugutekommt.

Der Streit um das LNG-Terminal

Der Hintergrund des Konflikts um das LNG-Terminal bleibt spannend. Über die Notwendigkeit des Terminals gibt es kontroverse Meinungen. Daniel Peters, der designierte CDU-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern, sieht laut Nordkurier keinen Bedarf für den Aus- und Neubau von LNG-Anlagen in der Region, da die vorhandene Infrastruktur nicht genügend genutzt werde. Studien belegen, dass die Auslastung der LNG-Anlagen in Europa zwischen Januar und September 2023 nur bei etwa 58 % lag. Peters mahnt, dass bestehende Terminals ausreichen sollten und fordert ein Ende der Planungen für das Mukran-Terminal.

Die Kehrtwende von Binz symbolisiert eine neue Ära im Umgang mit diesen Herausforderungen: Nun gilt es, gemeinsam in die Zukunft zu blicken und die touristischen Angebote zu stärken, während zugleich die Bedürfnisse der Einheimischen im Blick bleiben müssen.