Greifswald startet Bau eines modernen, nachhaltigen Bauhofs für 23 Mio. Euro!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am
Impressum · Kontakt · Redaktionskodex

Greifswald startet Bau eines modernen Bauhofs für 23 Millionen Euro im Industriegebiet „Am Helmshäger Berg“ – nachhaltig und innovativ.

Greifswald startet Bau eines modernen Bauhofs für 23 Millionen Euro im Industriegebiet „Am Helmshäger Berg“ – nachhaltig und innovativ.
Greifswald startet Bau eines modernen Bauhofs für 23 Millionen Euro im Industriegebiet „Am Helmshäger Berg“ – nachhaltig und innovativ.

Greifswald startet Bau eines modernen, nachhaltigen Bauhofs für 23 Mio. Euro!

In Greifswald wird es künftig einen modernen Bauhof geben, der die kommunalen Dienstleistungen in der Region auf ein neues Niveau heben soll. Die Bauarbeiten für das Projekt haben nun begonnen und sind auf einem Areal von rund 20.000 Quadratmetern im Industrie- und Gewerbegebiet „Am Helmshäger Berg“ angesiedelt. Mit einem Investitionsvolumen von 23 Millionen Euro wird der neue Bauhof nicht nur moderne Arbeitsbedingungen für die circa 100 Beschäftigten schaffen, sondern auch auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein. Laut NDR ist der Neubau notwendig geworden, da die bestehenden Standorte stark veraltet sind und die Arbeitsbedingungen nicht mehr zeitgemäß sind.

Der neue Bauhof wird mit funktionalen Verwaltungsgebäuden, Werkstätten, einer Waschhalle für Betriebsfahrzeuge sowie einer Streuguthalle mit Sole-Anlage und weiteren Einrichtungen ausgestattet. Als besonders zukunftsweisend erweist sich die Stromversorgung: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sorgt für grünen Strom, während eine Kombination aus einer Holzhackschnitzelanlage und einer Wärmepumpe die Wärmeversorgung übernimmt. Auch die Dächer der Gebäude sollen bepflanzt werden, was zur ökologischen Aufwertung des Geländes beiträgt. Die Pläne sehen vor, den Bau so zu gestalten, dass er wahrscheinlich den Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen erreichen könnte. Ein offizielles Zertifikat wird jedoch aus Kostengründen nicht angestrebt.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Nicht nur der Bauhof selbst setzt auf Nachhaltigkeit, auch zahlreiche Bauprojekte in Greifswald zeigen bereits vorbildliche Ansätze für umweltbewusstes Bauen und Sanieren. Die Universität Greifswald berichtet beispielsweise von einer Exkursion unter der Leitung von Ralf Lammertz, die die aktuellen Herausforderungen und Lösungen in der greifswaldischen Baurlandschaft thematisierte. Hierbei wurde ein besonders sanierungsbedürftiges Gebäude in der Gaußstraße als Beispiel für gelungene Kompromisse zwischen Barrierefreiheit, Wohnkomfort und ökologischen Anforderungen hervorgehoben. Das Projekt umfasst innovative Ansätze wie kleine Bäder, den Einbau von Aufzügen und die Umwandlung von Erdgeschossräumen in Abstellräume. Außerdem wird eine Photovoltaikanlage im Mieterstrommodell für die Mieter bereitgestellt, was die Energiewende vor Ort unterstützt. Details hierzu finden Sie auf der Webseite der Uni Greifswald.

Um den Anforderungen an nachhaltiges Bauen gerecht zu werden, sind auch Bewertungsstandards entscheidend. Das System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (BNB) bewertet Projekte anhand von Kriterien, die von der Zielsetzung bis zur Bewertungsmethodik reichen. Der standardisierte Bewertungsmaßstab erlaubt es, eine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung vorzunehmen, wobei die Kriterien entsprechend ihrer Relevanz gewichtet werden. Für die Umsetzung sind bei Neubauprojekten, wie dem geplanten Bauhof, mindestens die Standards des BNB erforderlich, um eine qualitätsvolle Bauweise zu gewährleisten. Weitere Informationen dazu bietet die Webseite des BNB.

Ausblick auf die Zukunft

Mit dem neuen Bauhof und den damit verbundenen modernen Einrichtungen wird Greifswald auch im Hinblick auf zukunftsfähige Bau- und Energiekonzepte immer attraktiver. Dabei ist nicht nur der Neubau von Bedeutung, sondern auch die bereits laufenden Sanierungsprojekte in der Stadt, die mit Hilfe innovativer Materialien und Techniken oft eine 30-prozentige Reduktion des Energiebedarfs als Ziel verfolgen. Somit wird in Greifswald nicht nur ein neuer Bauhof geschaffen, sondern es wird auch ein Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung gesetzt.