Baubeginn der Warnowbrücke in Rostock: Finanzierung bleibt unklar!
Rostock schreibt überraschend den Bau der Warnowbrücke aus. Finanzierung und Genehmigung bleiben unsicher. Aktuelle Details hier.

Baubeginn der Warnowbrücke in Rostock: Finanzierung bleibt unklar!
Die Pläne für die neue Warnowbrücke in Rostock nehmen Gestalt an. Am 12. August 2025 wurde die Ausschreibung für den Bau der Brücke offiziell veröffentlicht, was einige Überraschung auslöste. Angesichts der Tatsache, dass viele Bürger und Beteiligte nicht in die Gespräche einbezogen wurden, gab es bereits Kritik an dem Vorgehen der Stadtverwaltung. Laut NDR sind die Finanzierung und die endgültige Genehmigung für die Brücke noch nicht gesichert.
Die Ausschreibung wurde europaweit ausgeschrieben und umfasst die Herstellung einer Geh- und Radwegbrücke, die in Form einer Klappbrücke mit Hydraulikantrieb geplant ist. Dabei handelt es sich um eine Stahlbrücke mit einer Gesamtstützweite von mehr als 541 Metern und einer Breite von 6 Metern, wie ausschreibungen-deutschland.de berichtet.
Rechtslage und öffentliche Reaktionen
Die Rechtsgrundlage der Ausschreibung wird aktuell in Frage gestellt, da die erforderliche Baugenehmigung noch nicht erteilt wurde. Experten betonen, dass die Ausschreibung unter diesen Bedingungen möglicherweise rechtlich nicht haltbar ist. Die Stadtverwaltung hält jedoch dagegen: Sie verweisen auf einen vorläufigen Zuwendungsbescheid des Bundes, der zumindest eine positive Prognose zur Erteilung der Baugenehmigung signalisiert.
Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Geschehnisse entwickeln. Der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens, das für die Erteilung des Baurechts notwendig ist, wird nicht vor November 2025 erwartet, wobei die Bürger vorerst ungewiss bleiben, ob alle finanziellen Planungen auch tatsächlich aufgehen.
Baukosten und Ausschreibungsdetails
Mit einem geschätzten Auftragsvolumen von 63 Millionen Euro gehört die Warnowbrücke sicherlich zu den größeren Infrastrukturprojekten der Stadt. Der Großteil der Finanzierung soll durch Fördermittel abgedeckt werden, während die Stadt Rostock sich auch um den gestiegenen Eigenanteil kümmern muss. Hier gibt es bisher noch Unklarheiten bezüglich der verbindlichen Zusagen der Fördermittel.
Die Auftragsvergabe wird erst nach der Genehmigung des Planfeststellungsbeschlusses und der Bereitstellung der Fördermittel erfolgen. Die Frist für den Eingang der Angebote endet am 23. September 2025, so evergabe.de.
Auf lange Sicht wird die Warnowbrücke nicht nur für die Infrastruktur Rostocks ein Gewinn sein, sondern auch neue Möglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Man darf gespannt sein, wie sich die Lage entwickelt und ob alle Planungen letztendlich in die Realität umgesetzt werden können.