Succownauten erkunden Magie der Binnendüne in Dömitz – Natur im Fokus!

Succownauten erkunden Magie der Binnendüne in Dömitz – Natur im Fokus!
Einmalige Erfahrungen in der Natur – die Succow-Stiftung zieht Naturschutzinteressierte aus ganz Deutschland und der Schweiz an. Seit fast einem Jahrzehnt wählt die Stiftung 20 junge Menschen aus, die eine Woche mit Michael Succow, dem renommierten DDR-Naturschutzpionier und ehemaligen Stellvertretenden Minister für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft, auf Exkursion gehen. In diesem Jahr stand die Binnendüne Klein Schmölen in Dömitz auf dem Programm, ein beeindruckendes Naturdenkmal, das rund 40 Meter hoch ist und als Überbleibsel der letzten Eiszeit gilt. Nordkurier berichtet über die exquisiten Erlebnisse dieser Gruppe, die nicht nach wissenschaftlichem Ruhm strebt, sondern Verantwortung für die Natur übernehmen möchte.
Die Teilnehmer, liebevoll als „Succownauten“ bezeichnet, wurden aus 60 Bewerbungen ausgewählt und waren während ihrer Exkursion mit verschiedenen Herausforderungen im Naturschutz konfrontiert. Besonders die invasive Pflanzenarten bedrohen die standorttypischen Pflanzen der Binnendüne, darunter die Sand-Silberscharte, die seit 2015 wieder dort angesiedelt wird. Hannes Knapp, ein Kenner des Naturschutzes und ehemaliger Leiter der internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm, begleitet die Gruppe und gibt sein Wissen gerne weiter.
Lebensräume und Biodiversität
Die Binnendüne Klein Schmölen ist nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Mosaik aus Lebensräumen, das für zahlreiche bedrohte Pflanzen- und Tierarten von großer Bedeutung ist. Laut dem NABU bieten die extrem trockenen Sande der Düne und die feuchten Wiesen des Altlaufs der Löcknitz Lebensraum für zahlreiche spezielle Arten. Hier finden sich etwa die seltene gestreifte Zartschrecke, der eisenfarbene Samtfalter und sogar Hybrid-Laufkäfer. Gleichzeitig bieten die Feuchtwiesen Lebensraum für feuchtigkeitsliebende Arten wie Kreuzkröten und verschiedene Libellenarten.
Um dieses wertvolle Gebiet zu erhalten, wird ein Konzept vorgeschlagen, das wildlebende Tiere wie Wildpferde und Wasserbüffel einbezieht. Diese sollen helfen, die Binnendüne auf natürliche Weise zu pflegen. Denn es ist ein Anliegen der Naturschützer, die natürliche Dynamik der Landschaft zu fördern und invasive Arten zurückzudrängen. Dies erfordert allerdings ein gutes Händchen und viel Engagement.
Tourismus und Infrastruktur
Das Gebiet um Klein Schmölen ist nicht nur ein Eldorado für Naturfreunde, sondern auch gut touristisch erschlossen. Es gibt einen Rundweg mit Lehrpfaden und Aussichtspunkten, von denen aus Besucher einen grandiosen Blick auf das Elbetal und den Altlauf der Löcknitz genießen können. Über die Bahn ist das Gebiet bis Ludwigslust zu erreichen, von wo aus ein Bus mindestens zweimal täglich nach Klein Schmölen fährt.
Für all diejenigen, die sich für die Natur interessieren oder einen Ausflug in diese einzigartige Region planen, bietet der NABU Mecklenburg-Vorpommern weitere Informationen. Es bleibt abzuwarten, welche Erfolge die Succow-Stiftung und ihre „Succownauten“ in der Zukunft erzielen werden, um diese kostbaren Lebensräume zu schützen.