Rettungswagen im Vorpommern-Greifswald: Sepsis ist ein Notfall!

Rettungsfahrzeuge in Vorpommern-Greifswald warnen vor Sepsis. Aufklärung und Früherkennung sind entscheidend gegen Blutvergiftung.

Rettungsfahrzeuge in Vorpommern-Greifswald warnen vor Sepsis. Aufklärung und Früherkennung sind entscheidend gegen Blutvergiftung.
Rettungsfahrzeuge in Vorpommern-Greifswald warnen vor Sepsis. Aufklärung und Früherkennung sind entscheidend gegen Blutvergiftung.

Rettungswagen im Vorpommern-Greifswald: Sepsis ist ein Notfall!

Im Kreis Vorpommern-Greifswald geht ein neues Zeichen gegen die heimtückische Gefahr der Sepsis – auch Blutvergiftung genannt – in die Öffentlichkeit. Ab sofort tragen die Rettungsfahrzeuge in der Region den klaren Hinweis „Sepsis ist ein Notfall“. Mit dieser Aktion wollen der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald ein verstärktes Bewusstsein für eine Krankheit schaffen, die oft zu spät erkannt wird. Tatsächlich stirbt in Deutschland alle sieben Minuten ein Mensch an dieser gefährlichen Erkrankung, was alarmierend ist!

Sepsis gilt als die schwerste Verlaufsform einer Infektion und ist mittlerweile die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich verwüstet sie die Leben von etwa 85.000 Menschen. Schockierenderweise stirbt jeder dritte Betroffene an den Folgen dieser Erkrankung. Die bisweilen verzögerte Diagnose führt dazu, dass viele dieser Todesfälle als vermeidbar gelten, wie das Aktionsbündnis „Deutschland erkennt Sepsis“ informiert. Sie sind es sich ihrer Verantwortung bewusst und starten unterschiedliche Aufklärungskampagnen, um Ärzte, Pflegekräfte und Patienten zu schulen und auf die Anzeichen zu sensibilisieren.

Aufklärungsarbeit und bisherige Erfolge

Die WHO hat Sepsis bereits 2017 als globale Bedrohung eingestuft. Die Kampagne „Deutschland erkennt Sepsis“, die am 16. Februar 2021 ihren ersten Schritt gemacht hat und vom vdek unterstützt wird, hat sich das Ziel gesetzt, über die Gefahren von Sepsis aufzuklären. Gleichzeitig sollen die typischen Warnzeichen bekannt gemacht werden. Zu den Partnern der Kampagne gehören unter anderem das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), die Sepsis-Stiftung und die Deutsche Sepsis-Hilfe. In einem wichtigen Schritt wurden bereits am 25. April 2023 acht Aufklärungsvideos für pflegende Angehörige vorgestellt. Diese Videos zeigen nicht nur die Anzeichen von Sepsis, sondern geben auch konkrete Handlungsempfehlungen.

Durch die Veröffentlichung von Flyers, die in Arztpraxen und Pflegeheimen ausgelegt werden, sollen auch pflegende Angehörige gezielt informiert werden. Die Initiative verfolgt das klare Ziel, dass Patienten mit Sepsis möglichst frühzeitig behandelt werden und so die Überlebenschancen deutlich erhöht werden.

Ein Aufruf zur Wachsamkeit

Sepsis kann durch verschiedenste Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden. Sogar Pandemien – seien es Pest, Cholera oder COVID-19 – können zu einem Anstieg der Erkrankungen führen. Daher ist eine erhöhte Wachsamkeit und schnelle Reaktion gefragt. Denn je früher die Symptome einer Sepsis erkannt werden, desto besser sind die Chancen auf eine angemessene Behandlung und Heilung. Wir alle sollten in der Lage sein, diese Anzeichen zu erkennen und im Notfall rechtzeitig zu handeln.

Der Hashtag #DeutschlandErkenntSepsis hat sich als bedeutendes Werkzeug etabliert, um das Bewusstsein für diese Lebensbedrohung zu erhöhen und Menschen zu schützen. In Anbetracht der alarmierenden Statistiken sind solche Initiativen mehr als notwendig. Schützen wir uns und unsere Mitmenschen gemeinsam durch Aufklärung und schnelles Handeln!