Hansa-Fans zünden Kugelbombe: 14-Jährige und Mutter verletzt!
In Nordwestmecklenburg kam es zu einem Vorfall mit Pyrotechnik, bei dem eine Kugelbombe zwei Personen verletzte.

Hansa-Fans zünden Kugelbombe: 14-Jährige und Mutter verletzt!
Am 17. Mai ereigneten sich auf der Autobahnraststätte Schönberger Land in Nordwestmecklenburg beunruhigende Ausschreitungen. Anhänger des FC Hansa Rostock zündeten eine verbotene Kugelbombe, die zu einer Explosion führte und zwei Personen verletzte. Unter den Verletzten befand sich das 14-jährige Mädchen Leyla sowie ihre Mutter Stefanie Both aus Kröpelin. Beide hielten sich auf der Raststätte auf, nachdem sie ein Reitsportwochenende in Hamburg besucht hatten. Leyla, die selbst Hansa-Fan ist, hatte die Hooligans beobachtet, als es zu den gefährlichen Vorfällen kam.
Die Detonation der Kugelbombe verursachte nicht nur einen ohrenbetäubenden Knall, sondern hinterließ auch ein großes Loch in einem Verkehrsschild. Wie Ostsee-Zeitung berichtet, reagierten die Hansa-Fans hämisch auf die verletzten Frauen, während ein Krankenwagen und die Polizei alarmiert wurden. Leyla leidet inzwischen an Tinnitus und wurde eine Woche lang krankgeschrieben. Auch das Pferd der jungen Reiterin zeigt Nachwirkungen der Explosion.
Rechtliche Konsequenzen
Die Kugelbombe gilt in Deutschland als illegale Pyrotechnik, die aus Polen eingeführt wird. Stefanie Both hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet und eine Anwältin engagiert, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Bisher steht die Polizei allerdings ohne identifizierten Täter da, und auch Zeugen haben sich bislang nicht gemeldet.
Hansa Rostock hat sich mittlerweile bei der Familie gemeldet und Leyla zu einem Testspiel eingeladen, eine Geste, die vielleicht ein wenig Trost spenden kann in dieser schwierigen Zeit.
Pyrotechnik im Fußball – ein brisantes Thema
Die Vorfälle rund um Hansa Rostock sind nicht die ersten ihrer Art. Auch bei anderen Spielen, wie dem Ost-Derby gegen Dynamo Dresden am 24. Februar 2025, kam es zu unangemessenen Pyro-Ausschreitungen. Dabei haben Hansa-Fans mit Leuchtraketen und anderen Feuerwerkskörpern für Chaos gesorgt, was zu einer 30-minütigen Unterbrechung des Spiels führte. Mehrere Fans und auch Polizisten erlitten Verletzungen, wie Tag24 berichtet.
Wie aus einem Beitrag auf DW hervorgeht, ist der Einsatz von Pyrotechnik in den deutschen Stadien ein heikles Thema. Obwohl viele Fans, insbesondere die Ultras, das Abbrennen von Pyrotechnik als Teil der Fußballkultur sehen, ist es gleichzeitig für die Sicherheit im Stadion gefährlich. In der Vergangenheit kam es häufig zu Unterbrechungen von Spielen, weil der Rauch sich nicht sofort verzog oder weil unsichere Gegenstände in den Fanbereich flogen.
Einige in der Fußballszene setzen sich für einen kontrollierten Gebrauch von Pyrotechnik ein – zum Beispiel der HSV, der ein Pilotprojekt plant. Doch Experten warnen vor den Gefahren uneingeschränkten Pyrotopgebrauchs und fordern klare Sicherheitsmaßnahmen.
Ein Aufruf zur Sicherheit
Die Geschehnisse rund um den FC Hansa Rostock und die jüngsten Vorfälle erinnern uns eindringlich daran, dass Sicherheit im Stadion und rund um Fußballspiele unbedingt Priorität haben muss. Vorfälle wie die Explosion der Kugelbombe dürfen sich nicht wiederholen – nicht nur für die Sicherheit der Fans, sondern auch für die Integrität und den Ruf des Fußballs in Deutschland. Die betroffenen Familien und die gesamte Gemeinschaft verlangen nach einem Umdenken und klaren Handlungsstrategien, um solche Ausschreitungen in Zukunft zu verhindern.