Gutshaus Scharpzow: Stadt investiert 20.000 Euro für Kultur-Retter!

Gutshaus Scharpzow: Stadt investiert 20.000 Euro für Kultur-Retter!
Die Restaurierung des Gutshauses Scharpzow, ein kultureller Anziehungspunkt bei Malchin, nimmt Formen an. Der Ort, bekannt für Austausch und kulturelle Veranstaltungen, wird von den TV-Stars Nina Hollensteiner und Albrecht Pischel geleitet. Die beiden, die durch die Serie „Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen“ bekannt wurden, haben sich nicht nur der Restauration des Gutshauses verschrieben, sondern auch der Zucht der bedrohten Pferderasse „Alte Linie“. Ihre Leidenschaft für die Region und deren Erbe zeigt sich in den geplanten Maßnahmen zur Restaurierung, für die die Stadt Malchin 20.000 Euro bereitgestellt hat, um den historischen Saal herzurichten.
Das Gutshaus, das 1896 nach einem verheerenden Brand neu erbaut wurde und dessen Entwürfe von Georg Daniel stammen, steht momentan zum Verkauf für etwa 1,2 Millionen Euro. AfD-Stadtvertreter Christian Skotnik hat bereits Bedenken geäußert, ob die bevorstehende Restaurierung mit dem Verkauf des Gebäudes in Einklang zu bringen ist. Dabei soll die umfangreiche Restaurierung die Wiederherstellung der historischen Tapeten und des Papierstucks zum Ziel haben, was von Restaurator Franz Rewoldt umgesetzt wird. Einzigartige Einblicke in die Restaurierung sind während der Mittsommer-Remise vorgesehen, die den Besuchern eine Gelegenheit bieten, den Fortschritt zu beobachten.
Ein Kulturort im Wandel
Die Gutsanlage Scharpzow, die neben dem Hauptgebäude auch das Federviehaus und mehrere historische Nebengebäude umfasst, befindet sich in einem 3,5 Hektar großen Park. Die kommenden Pläne der Gastgeber beinhalten die Schaffung eines Kultursalons, der nicht nur der Region zugutekommt, sondern auch kulturelle Aktivitäten fördern soll. 80% der benötigten Fördermittel kommen von der EU und weitere 10% wird die Stadt Malchin beisteuern. Der Rest wird aus eigenem Kapital bestritten. Handwerker aus der Region sind bereit, die Arbeiten zu unterstützen, welche bis November abgeschlossen sein sollen.
Die Rolle der Fördermittel für den Denkmalschutz ist hierbei nicht zu unterschätzen. Historische Gebäude prägen das kulturelle Erbe und sind oft mit hohen Instandhaltungskosten verbunden. Programme wie die Denkmalschutzförderung oder die Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz helfen dabei, Kosten zu decken und die historische Substanz für zukünftige Generationen zu bewahren. Mehr als 70% der Projektkosten können dank EU-Förderungen übernommen werden, was die Restaurierung von Jahrestagungen und verschiedenen Veranstaltungen im Saal des Gutshauses sichert und den Kulturtourismus ankurbeln könnte, wie auch finanzielle-foerdermittel.de berichtet.
Ein neuer Anfang in Neuensund
Doch als wäre das nicht genug, hat das Paar kürzlich auch das Gut Neuensund entdeckt, das fast 250 Jahre alt ist und immerhin nur 13 km nördlich von Strasburg liegt. Mit großen Reitställen und einem weitläufigen Speicher bietet es viel Potenzial für künftige Projekte. Dort werden sie ihre ambitionierten Pläne weiter verfolgen und neuen Eigentümern beratend zur Seite stehen. Dies könnte also erst der Anfang eines spannenden Kapitels für die Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern sein.
Wenn alles nach Plan verläuft, werden die zukünftigen Eigentümer des Gutshauses Scharpzow nicht nur ein Stück Geschichte erwerben, sondern auch die Möglichkeit haben, aktiv an der kulturellen Weiterentwicklung der Region teilzuhaben. Besuchen Sie das Gutshaus, genießen Sie die historische Atmosphäre und erleben Sie, wie Tradition und Moderne hier zusammenfließen. Die Zeit ist reif für kreative Ideen und ein gutes Händchen in der Denkmalpflege!